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Online-Archiv

Das Online-Archiv der JAZZTHETIK enthält die bereits auf jazzthetik.de publizierten Artikel. Es bietet keine Komplettübersicht über die erschienenen Beiträge in früheren Printausgaben von JAZZTHETIK. Die Suchfunktion auf jazzthetik.de bietet Ihnen eine Übersicht über die speziell für die Online Ausgabe ausgewählten Artikel.

helge schneider und pete yorkWo Helge Schneider draufsteht, da ist auch Helge Schneider drin, und zwar samt aller Facetten und Marotten. Der Hang zu Dada und Gaga, der vorgeschobene Dilettantismus und die Liebe zur Dekonstruktion gehören einfach zum Selbstverständnis der „singenden Herrentorte“ dazu. Selbst wenn diese ein reines Jazz-Album aufnimmt und sich damit ausgiebig jener Musik widmet, der Schneider mehr Ernsthaftigkeit entgegenbringt als jedem anderen Aspekt seiner Kunst – ganz zurückhalten kann sich der Meister der Kauzigkeit nicht. Auf Heart Attack No. 1 nimmt er sich nun einiger beliebter Klassiker an, die er auf die ihm eigene Weise interpretiert. Was den Stücken nicht immer gerecht wird.

joachim kuehn1So kennt man ihn: ein Jazzpianist mit ewig jungem Sturm und Drang. Und so eher nicht: ein Maler. Der auch in seinen Bildern Musik auslebt. Nun zeigt die Fabrik der Künste in Hamburg seine Werke. Titel: Schönheit und Wahrheit. Joachim Kühn.

J02 orangeZuerst einmal müssen wir JAZZTHETIK zum 30. Geburtstag gratulieren. Jedoch wird nicht nur diese erfolgreiche Zeitschrift dieser Tage 30, sondern auch eine Reihe von Jazzmusikern aus London. The London Column feiert diesmal die Jazz-Generation von 1987.

J03 greenWarum wohl eher Männer dereinst am Untergang des Planeten schuld sein werden als Frauen, Favoritenwette, liegt nicht nur an Typen wie Jürgen Dose, die mit ganz eigenem Panorama und anarchischem Optimismus nicht viel mehr kaputtmachen können als jegliche Kommunikation und Ernsthaftigkeit. Sondern – an vorderster Front – eher an jenen Alphamännchen an der evolutionären Spitze ihres Geschlechts, die mit brachialem Ego, maximaler Gier und jener gefährlichen Hybris aus Macht und Stolz nur in einem berechenbar sind: in ihrem „Nach mir die Sintflut“ und „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“. Wenn die Welt im Nichts versinkt, weil sie den Menschen ja irgendwie loswerden muss wie eine schlimme Krankheit – „Gesundheit!“ –, wird es dennoch tragikomisch. Die Jürgen Doses der Zukunft sind live dabei und kommentieren den Overkill lustig vor sich hin näselnd aus dem Off. Ach, wenn wir das nur heute schon hören könnten, in schauriger „Vorfreude“… Mehr Visionen! Mehr Mann! Ein Trio zu fünft – plus Jürgen Dose, das Original –, das klingt schon mal wie ein Anfang. In der Hörbucht… Björn Simon

lillingerChristian Lillinger über Kunst und Politik, das entgrenzte Schlagzeug und die Formation Amok Amor.