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J01 purpleSchlimm genug – wir müssen nun mit der AfD im Bundestag leben. Axel Hacke fragte im SZ-Magazin zu Recht: „Warum sollten überall in der Welt die Leute mit den einfachen, aber falschen Geschichten Erfolg haben – und nur bei uns nicht einmal da sein?“

 

von Jan Kobrzinowski

Dennoch sollten wir denen, die nun mal da sind, auf keinen Fall unser höchstes Gut, die Kultur, überlassen, und müssen uns, gemeinsam mit einer parteiübergreifenden Initiative von Kulturschaffenden und Politikern sowie dem Deutschen Musikrat dafür einsetzen, dass die AfD nicht kulturpolitischen Ausschüssen vorsteht. „Ihr Einzug in den Deutschen Bundestag ist eine Herausforderung für die Zivilgesellschaft. Sie lehnt den Dialog zwischen den Kulturen ab. Eine Partei, die das Holocaust-Mahnmal als ‚Mahnmal der Schande’ bezeichnet, darf unter keinen Umständen den Vorsitz des Ausschusses für Kultur und Medien im Deutschen Bundestag innehaben.“ (Prof. Martin Krüger, Präsident des Deutschen Musikrats)
www.musikrat.de
www.kulturausschuss-schuetzen.de

Zumindest vor der Wahl kam Gebhard Ullmann, Vorsitzender der UDJ, zu dem Schluss, „dass dem Jazz in allen politischen Lagern ein hoher Stellenwert zugeschrieben wird. Die Wahlprüfsteine der Parteien hätten allerdings „deutlich gemacht, dass es nach der Wahl weitere Schritte zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von MusikerInnen in Deutschland braucht.“
www.u-d-j.de/wahlprufsteine-2017

angelika niescierAngelika Niescier, Albert-Mangelsdorff-PreisAlle zwei Jahre verleiht ebendiese UDJ den Albert-Mangelsdorff-Preis an eine herausragende Persönlichkeit der deutschen Jazzszene. In diesem Jahr geht er an die „außergewöhnlich inspirierte, klangmutige und vielseitige Saxofonistin und Komponistin“ Angelika Niescier. Preisträgerkonzert ihres NYC Trios: am 3.11. auf dem JazzFest Berlin im Haus der Festspiele.

50. SWR NEWJazz Meeting: das legendäre Klanglabor des Südwestradios in Sachen improvisierte Musik. Kurator ist diesmal der brasilianische Gitarrist und Sänger Pedro Martins. Das Rundfunkstudio Baden-Baden wird zum Katalysator für musikalische Neuentwicklungen. Danach, vom 24.bis 26.11. präsentieren die Musiker dann in Karlsruhe, Tübingen und Mannheim die Ergebnisse. Zwischen dem 2. und 12.11. erfährt man in Sendungen des SWR2 einiges über die Geschichte des seit 1966 existierenden Meetings.

dsc 00571John AbercrombieEr stand für moderne Coolness im Jazz und die Kraft dahinter, prägte das ECM-Label maßgeblich, und mit John Scofield, Pat Metheny und Bill Frisell gehört er zu den ganz großen unter den zeitgenössischen Jazzgitarristen. Aus Gründen des Redaktionsschlusses können wir jetzt erst nachtragen, dass John Abercrombie schon im August mit nur 72 Jahren von uns gegangen ist.

Die Jury des Weltmusik-Wettbewerbs Creole NRW 2017, Forum für globale Sounds in Deutschland, zeichnete The Sephardics aus Ennepetal für die eindringliche Darbietung von sephardischem Liedgut sowie das Kölner Duo Armaos-Rastani für seinen Spielwitz aus und vergab einen Sonderpreis an das junge Kozma Orkestar aus Bielefeld.

Donald Fagen verliert seinen Buddy und die Welt der populären Musik einen begnadeten Künstler: Steely-Dan-Mitbegründer, Gitarrist, Bassist und Co-Songschreiber Walter Becker starb nach langer Krankheit mit nur 67 Jahren. Außer als kongenialer Songwriting-Partner war Becker auch als Solokünstler und Produzent vieler Alben, u.a. für Rickie Lee Jones, Michael Franks und China Crisis tätig.

Noch auf Geschenksuche? GLM bringt Futter für gleich mehrere Sinne auf den Markt: Das Quadro-Nuevo-Earbook The Early Years mit neun Original-CDs plus Secret Recordings. Das Paket enthält ein 40-seitiges Buch mit Fotos und Geschichten aus dem Leben der Band. www.glm.de

Er war nicht so bekannt wie sein jüngerer Bruder Eugen und sein Neffe Roger: Der Perkussionist Adrian Cicero starb im Juli im Alter von 78 Jahren.

powered by jazzthetik small13. Neuer Deutscher Jazzpreis 2018 – um die Gunst des Publikums konkurrieren Jazzer, die sich noch bis 10.11. bewerben können. Die Jury der IG Jazz Rhein-Neckar entscheidet im Blindfold-Test, wer am 24.3.2018 den mit 10.000 Euro dotierten Preis sowie den Solistenpreis (Publikumsentscheid) von 1000 Euro mit nach Hause nehmen darf. Mit Spannung erwarten wir außerdem, wer 2018 das Kuratorium übernimmt.
www.neuerdeutscherjazzpreis.de
www.ig-jazz.de

Moods goes digital. Ab September steht ein Großteil der Konzerte im Jazzclub Moods in Zürich live oder als Video-on-Demand online, und zwar in höchster Qualität (zwölf Kameras, Live-Schnitt, separate Audio-Abmischung) – gegen Entgelt, versteht sich (70 % der Einnahmen an die Künstler). Die Frage bleibt nur, ob der „Moods Digital Concert Club“ wirklich eine Antwort auf aktuelle Entwicklungen ist. Ist das die Zukunft der Live-Clubs: Festivalgenuss und aufregende Live-Acts in Zukunft nur noch zu Hause auf dem Sofa?
www.moods.digital

Der Kickstarter Qwest TV meldet den ersten Erfolg. „Thank you! We won‘t stop ‘til we get enough!“ sagt Schutzpatron Quincy Jones, der seinen Label-Namen für das „Netflix of Jazz“ zur Verfügung gestellt hat. Außer Jones gehören der französische Fernsehproduzent Reza Ackbaraly und viele Größen der internationalen Jazzszene zu den Unterstützern von Qwest TV, das per Crowdfunding 75.000 Euro gesammelt hat, um in Zukunft die weltweit erste Abonnement-Video-on-Demand-Plattform in Sachen Jazz, „From Bebop to Laptop“, zur Verfügung zu stellen. Hier wird man Unterstützer: www.qwest.tv

Mehr als Donald Trump tut mancher Jazzmusiker für US-Hurrikan-Opfer. Bill Frisell und einige seiner Mitmusiker unterstützen mit einer speziellen Compilation zum Download den Hurricane Harvey Relief Fund des Houstoner Bürgermeisters Sylvester Turner.

Hennessey, Mike Kaunas08a KumpfMike Hennessey © Hans KumpfMike Hennessey, eine der großen Persönlichkeiten des weltweiten Musikmarktes und BILLBOARD-Herausgeber, starb mit 89 Jahren im württembergischen Durchhausen. Er schrieb nicht nur Biografien über z.B. Kenny Clarke, Johnny Griffin und Ronnie Scott, sondern war auch als Pianist in bekannten Jazz-Ensembles aktiv.




powered by jazzthetik smallFestival Akut 20. Gleich dreimal Jubiläum: Mit der 20. Ausgabe am 25.11. jährt sich der Umzug vom studentischen Milieu der Mainzer Unielliott sharp c Andreas SterzingElliott Sharp © Andreas Sterzing in den Frankfurter Hof zum 25. Mal und Akut findet seit 1987 nunmehr im 30. Jahr statt. Da kann man diesem mutigen Festival nur gratulieren. Zu erleben waren in all den Jahren immer wieder innovative Projekte (Programm siehe Festivals).
www.upartev.de/festival/akut-20

Wie kaum ein anderer bringt Markus Stockhausen zeitgenössische Moderne, Jazz und Musik der Welten in Einklang. Unlängst gratulierten wir dem Trompeter zum 60., nun auch zu dem im Oktober erhaltenen JTI Trier Jazz Award 2017.


powered by jazzthetik smallWOMEX 2017. Den Künstlerpreis der Weltmusikmesse erhielt die malische Sängerin und Aktivistin Oumou Sangaré. Sie widmete die oumou sangare maliOumou Sangare WOMEX 2017Auszeichnung „allen afrikanischen Frauen, die mich ermutigt haben, zu singen und Songs zu schreiben.“ Der tschechische Journalist Petr Dorůžka wurde mit dem Award for Professional Excellency ausgezeichnet. Er produziert Weltmusik-Sendungen für tschechische Radiostationen und hat sich als Autor vieler Publikationen um die World-Music-Szene verdient gemacht.








powered by jazzthetik smallTake 5
. Das Jazzfestival am Hellweg bietet noch bis zum 26.11. in über 20 NRW-Städten zwischen Arnsberg undfay claassen  stef nagelTake 5 , Fay Claassen © Stefan Nagel Werne Highlights und Nachwuchs-Acts aus Jazz, Blues und Pop für jung und alt (Programm siehe Festivals).
www.jazz-am-hellweg.de






mary halvorson by peter gannushkinMary Halvorson © Peter GannushkinDie Jazzjournalisten-Organisation JJA hat ihre Jazz Awards 2017 vergeben. Als Guitarist of the Year wurde Mary Halvorson gekürt. Unter vielen weiteren Musikern des Jahres findet man McCoy Tyner, Charles Lloyd, Robert Glasper, Wadada Leo Smith, Gregory Porter und Piano-Wunderkind Joey Alexander.
www.jjajazzawards.org

Der englische Jazz-Organist Mike Carr litt in den letzten Jahren seines Lebens unter zunehmender Demenz. Im September starb der jüngere Bruder des Trompeters Ian Carr im Alter von 79 Jahren.




powered by jazzthetik smallTrans4JAZZ
-Festival 2017. Jazztime Ravensburg e.V. macht auch in diesem Jahr munter weiter mit buntem Stilmix: Das Programm mit Max Mutzke, Simon Phillips, IiroPaolo Fresu Jean Louis NeveuPaolo Fresu © Jean Louis Neveu Rantala & Ulf Wakenius, Candy Dulfer, Paolo Fresu & Bebo Ferra könnte abwechslungsreicher nicht sein. www.jazztime-ravensburg.de

Der brasilianische Perkussionist, Schlagzeuger und Komponist Wilson das Neves starb am 26.8. im Alter von 81 Jahren. Er ist auf über 600 Alben der bedeutendsten Musiker Brasiliens zu hören.


powered by jazzthetik smallDeutsche Erstaufführung: The Ballad of Fred Hersch, ein intimes Doku-Porträt des innovativen Jazzpiano-Individualisten, wird am 5. und 12.11. in zwei Matineen in Münsters Programmkino Cinema gezeigt.
www.cinema-muenster.de


powered by jazzthetik smallDeep Down in the Blues 2018 – unser Mitarbeiter Martin Feldmann bringt jedes Jahr aufs Neue seinen Blues-Kalender mit seltenen Vintage-FotosBlueskalenderBlueskalender 2018 voller Bluesfeeling heraus. Drei Exemplare gehen als Abo-Prämie an unsere Leser.
www.blueskalender.de

Dee Dee Bridgewater gewann nicht nur Grammys und Tonys, die FAO-Botschafterin der UN erhält für „soziales Handeln und außergewöhnliche Anstrengungen in humanitären Belangen“ nun auch den renommierten ASCAP Foundation Champion Award. Auch hier ist die Sängerin in bester Gesellschaft: Vor ihr bekamen Tony Bennett, John Mellencamp, Billy Joel und Jason Mraz diese Auszeichnung.

Abenteurer am Kontrabass. Der deutsch-französische Bassist Pascal Niggenkemper bezieht Quartier als Artist in Residence im Wuppertaler ORT. Und er hat sich viel vorgenommen: Geplant sind Auftritte mit vielen lokalen Künstlern sowie mit hochkarätigen Gästen aus Berlin, London, New York, China und Frankreich.


Holger CzukayHolger CzukayNach dem Schlagzeuger Jaki Liebezeit ist nun auch Holger Czukay, ebenfalls Mitbegründer der legendären Kölner Band Can, im Alter von 79 Jahren gestorben. Czukay war international hoch angesehen wegen seines besonderen Umgangs mit fremdartigen Sounds und seines kreativen Einsatzes von Elektronik, mit der er einzigartige Atmosphären kreierte.

Ein Berliner Musikalienhändler wurde von den Behörden unter Strafandrohung zurechtgewiesen wegen des Verkaufs zweier Musikinstrumente, einer Flöte und einer Klarinette, an private Kundschaft aus Nordkorea. Dorthin sei der Verkauf von „Luxuswaren“, wozu auch „qualitativ hochwertige Musikinstrumente“ zählten, laut Handelsembargo verboten. Oje! Wo doch die Musik zu den Bastionen der Freiheit auf diesem Erdball zählt.

Mit nur 68 Jahren starb Charles Bradley, der die Menschen wie kein anderer Soul-Sänger mit Musik direkt ins Herz treffen konnte. Wenn es jemanden gab, der an „zu viel Seele“ litt, dann war es „The Screaming Eagle of Soul“. Der Krebs besiegte ihn am 23.9.2017.


powered by jazzthetik smallDas EnjoyJazz-Festival, dessen neuer Städtepartner zukünftig Schwetzingen sein wird, ist noch bis 11.11. in vollem Gange. Rest-Programm im November: Avishai Cohen (tp), Gerald Clayton, Brad Mehldau, Biréli Lagrène u.a. (siehe Terminteil). Außerdem sind in diesem Jahr zwei Fotoausstellungen während des Festivalzeitraums zu sehen: Heads im Kulturzentrum Das Haus (Ludwigshafen) sowie Cover Photographs im Karlstorbahnhof Heidelberg.
www.enjoyjazz.de

Den Jazz sieht die Werner Richard-Dr. Carl Dörken Stiftung als „wichtigen künstlerischen und experimentellen Gegenentwurf zum Mainstream“. Für den Jazzwettbewerb Jazz@undesigned werden Teilnehmer gesucht – Höchstalter 27 Jahre, Lebensmittelpunkt in NRW. Drei ausgewählten Preisträgerbands winken drei bis vier Auftritte in renommierten Jazzclubs und Konzerthäusern zu attraktiven Bedingungen. Bewerbungen bis 31.1.18 unter:
www.doerken-stiftung.de

Der Jazzchor der Universität Köln erhielt beim 10. Landes-Chorwettbewerb NRW in Dortmund in der Kategorie „Populäre Chormusik mit Trio“ das Prädikat „sehr gut“.
www.jazzchor-koeln.de


powered by jazzthetik smallJazzdor Strasbourg. „Weder radikal noch konsensorientiert“ – das bringt es auf den Punkt. Das Festival beleuchtet vom 10. bis 24.11. die kreative europäische smallit.aspxJazzdor StrasbourgJazzszene, Schwerpunkt Frankreich, und präsentiert auch Highlights aus den USA. Mit Ralph Towner, Paolo Fresu, Fred Hersch, Kaja Draksler, Airelle Besson, Louis Sclavis, Eve Risser, Dave Douglas, Carla Bley u.a.
www.jazzdor.com

Für ihr „wildes und doch zugleich einfühlsames Spiel, die ungezähmte Kreativität, mit der sie unterschiedlichste musikalische Stile erfasst“, erhielt die ukrainische Cellistin Emilia Lomakova den Usedomer Musikpreis der Oscar & Vera Ritter-Stiftung.

Monatelang schon währte der Streit zwischen Facebook und der Musikindustrie um Urheberrechte. Nun bietet das Online-Netzwerk den Plattenfirmen und Verlagen einen Deal in Höhe von Hunderten von Millionen Dollar an, um die Musik-Urheberrechte in von Nutzern hochgeladenen Videoclips zu regeln. Damit ist die nächste Runde im Kampf um Werbedollars zwischen den Giganten Google/YouTube und Facebook eingeläutet.

Ist das zehnjährige Bestehen einer staatlich anerkannten Ausbildungsstätte für Jazz, Rock und Pop eine Meldung wert? Wir finden: ja. Wo, außer an der Berufsfachschule der Neuen Jazzschool München e.V., gibt es sonst „eine breite, praxisbezogene und gleichzeitig fundierte Basis mit staatlichem Schul- und Berufsabschluss“ samt „Handwerkszeug für angehende Livemusiker, Arrangeure, Komponisten und Musikpädagogen“?
www.jazzschool.de

powered by jazzthetik smallLudwigsburger Jazztage 2017. Einen Schwerpunkt bilden in diesem Jahr im Scala zwei Repräsentanten der modernen Trompete: Thomas Siffling und Joo Kraus. Dazu joo krausJoo Kraus, Ludwigsburggibt es die 10. Blues & Boogie Night, Bigband-Sound von der Porsche Big Band und Danny Bryant sowie Funk und Soul mit Incognito und Joy Denalane.
www.ludwigsburger-jazztage.de

Der Songschreiber, Sänger, Gitarrist und Bandleader Tom Petty war immer der etwas andere Rockstar, weil er auch auf der Bühne immer er selbst blieb. „Tu etwas, das du wirklich magst, und wenn du deine Miete davon bezahlen kannst, so verstehe ich das unter Erfolg.“ Petty starb Anfang Oktober im Alter von 66 Jahren.

Im Konzertfinale am 10.11. in der Münchner Unterfahrt wird aus den Finalisten – Fynn Großmann Quintett, VOLUM und The BassTubation – der Gewinner des Jungen Münchner Jazzpreises 2017 ermittelt. Mucjazz bedankt sich bei allen 34 Bewerbern für hervorragende Einsendungen. www.mucjazz.de