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Wie sieht er das kommende Jahr für sein nagelneues Label Ubuntu Records? Er meint: „Jetzt, wo wir wissen, dass das Experiment funktioniert, haben wir große Pläne für das nächste Jahr.“ Sein großer Coup im Jahr 2016 war die Erlaubnis,london scotneySebastian Scotney eine fantastische Live-Aufnahme von Chet Baker von 1983 neu aufzulegen: Live in London. Aber Ubuntus Hauptfokus liegt auf den heutigen Künstlern. Wie arbeitet er? „Der Anfangspunkt ist das Management von Talent. Wir haben eine Infrastruktur geschaffen, die den Künstler freisetzt und ihm erlaubt, sich zu entwickeln.“ Das nächste Album, das er herausbringt, stellt die vielversprechende Saxofonistin Camilla George vor.

Bei Two River Records hatte die Eigentümerin Alya Marquardt 2016 einen Riesenerfolg mit der Band Snowpoet. Und 2017? „Das wird ein Jahr der Konsolidierung, wo wir nur vier bis fünf Alben herausbringen. Für uns gehen die Entwicklung des Labels und die der Künstler Hand in Hand, und wir werden mit dem Management von einer Kerngruppe von Künstlern beginnen. Außerdem machen wir ein wunderschönes Projekt mit Clemens Poetzsch mit herrlich tiefen Klängen von mindestens zwei Kontrabässen.“

Das Label Gearbox hatte 2016 einige Bestseller: Eine Neuauflage von Michael Garricks Heart Is a Lotus, ein neues Album des Country-Gesangtrios Applewood Road und das Saxofon-und-Schlagzeug-Duo Binker und Moses sahnten 2016 einen Preis nach dem anderen ab. Und 2017? „Ungefähr zwölf neue Alben“, grinst Darrel Sheinman freudig, „und noch etwas ganz anderes: Wir bringen einen neuen Plattenspieler heraus.“

Babel Records ist schon länger im Geschäft, aber immer noch die große Passion des Eigentümers Oliver Weindling. 2016 war für Babel ein Jahr mit mehr europäischer Ausrichtung. Warum? Ein bewusster Schritt gegen die engstirnige politische Entwicklung. Und der künstlerische Schwerpunkt 2017? „Wir haben ein Kammerorchesterprojekt mit dem Pianisten Bruno Heinen geplant.“

Und schließlich sagt Christine Allen, die Eigentümerin von Basho Records: „Unser Bestseller 2016 war Let’s get Deluxe, das dritte Album von The Impossible Gentlemen.“ Und was ist mit ihrem führenden Musiker, Gwilym Simcock, der 2016 viel mit Pat Metheny auf Tour war? „Gwilym wird 2017 mit einem neuen Projekt beschäftigt sein, aber das ist noch nicht spruchreif.“ Wir können uns 2017 also auf vieles freuen.

Jazzjournalist Sebastian Scotney betreibt die Website www.londonjazznews.com und macht Dokumentarberichte für BBC Radio 3 und JazzFM.