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Online-Archiv

Das Online-Archiv der JAZZTHETIK enthält die bereits auf jazzthetik.de publizierten Artikel. Es bietet keine Komplettübersicht über die erschienenen Beiträge in früheren Printausgaben von JAZZTHETIK. Die Suchfunktion auf jazzthetik.de bietet Ihnen eine Übersicht über die speziell für die Online Ausgabe ausgewählten Artikel.

bonati1„In allerfrühester Zeit war nur Ymir. Da gab es weder Meer noch Land, noch salzige Wellen. Es gab weder die Erde noch den weiten Himmel, nur ein klaffendes Nichts und weit und breit kein Grün.“ Der Riese Ymir war das erste Lebewesen, ein archaischer Zwitter, aus dessen Einzelteilen die Götter den Rest der Welt erschufen und in dessen Blut die Riesen der Vorzeit ertranken, um dem Neuen Platz zu machen. Warum interessiert sich ein italienischer Musiker für die mythologische Saga nordischer Helden?

J01 purpleJazz im Film funktioniert nicht immer wirklich gut. Im Fall von Robert Budreaus Chet-Baker-Film Born To Be Blue funktioniert überhaupt nichts. Der Film stochert im Nebel einer mystischen Figur, findet keinen Kontakt zu dessen Realität, erzählt keine Geschichte, sondern erfindet etwas Ungefähres, hat keine Ahnung davon, wie und warum ein amerikanischer Musiker in den Vierzigern drogenabhängig wurde, faselt vor sich hin und macht Miles Davis und Dizzy Gillespie zu karikaturhaften Statisten. Und so gut, dass das Zuhören lohnen würde, singt Ethan Hawke und trompetet Kevin Turcotte nun wirklich nicht.

joachim kuehn1So kennt man ihn: ein Jazzpianist mit ewig jungem Sturm und Drang. Und so eher nicht: ein Maler. Der auch in seinen Bildern Musik auslebt. Nun zeigt die Fabrik der Künste in Hamburg seine Werke. Titel: Schönheit und Wahrheit. Joachim Kühn.

helge schneider und pete yorkWo Helge Schneider draufsteht, da ist auch Helge Schneider drin, und zwar samt aller Facetten und Marotten. Der Hang zu Dada und Gaga, der vorgeschobene Dilettantismus und die Liebe zur Dekonstruktion gehören einfach zum Selbstverständnis der „singenden Herrentorte“ dazu. Selbst wenn diese ein reines Jazz-Album aufnimmt und sich damit ausgiebig jener Musik widmet, der Schneider mehr Ernsthaftigkeit entgegenbringt als jedem anderen Aspekt seiner Kunst – ganz zurückhalten kann sich der Meister der Kauzigkeit nicht. Auf Heart Attack No. 1 nimmt er sich nun einiger beliebter Klassiker an, die er auf die ihm eigene Weise interpretiert. Was den Stücken nicht immer gerecht wird.

lillingerChristian Lillinger über Kunst und Politik, das entgrenzte Schlagzeug und die Formation Amok Amor.