Bayerischer Rundfunk BR2

05.06. BR2 00:03 Radio Jazznacht; mit Ssirus W. Pakzad

12.06. BR2 00:03 Radio Jazznacht – Komponist Chick Corea – zum 80. Geburtstag; mit Marcus Woelfle

19.06. BR2 00:03 Radio Jazznacht; mit Peter Veit

26.06. BR2 00:03 Radio Jazznacht – Zum 65. Todestag von Clifford Brown und Richie Powell; mit Marcus Woelfle

Bayerischer Rundfunk BR Klassik

01.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – News & Roots; mit Henning Sieverts

02.06. BR Klassik 19:05 Classic Sounds in Jazz – Blue Skies: Aufbruchsstimmungen des Jazz in Aufnahmen mit Cannonball Adderley, Bob Brookmeyer, dem Bill Charlap Trio, Ella Fitzgerald, Benjamin Schmid, Stan Getz, Cassandra Wilson u.a.; mit Beate Sampson

02.06. BR Klassik 23:05 Jazztime –“Jazz aus Nürnberg”: Jazz & Beyond – „Due – Musik für zwei“. Mit Aufnahmen von Ella Fitzgerald, Christian Muthspiel, Emile Parisien, Joe Pass, Vincent Peirani, Steve Swallow und anderen; mit Beatrix Gillmann

03.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – All that Jazz: Long pieces for short moments. Mit Musik von John Coltrane, Pat Metheny und Jim Hall; mit Roland Spiegel

04.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – Bühne frei im Studio 2; mit Beate Sampson

05.06. BR Klassik 18:05 Jazz und Mehr – Die Kombinierten: Mit Musik von Eric Clapton, Mauro Giuliani, dem Penguin Café Orchestra, Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, John Coltrane und anderen; mit Roland Spiegel

07.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – Jazztoday; mit Henning Sieverts

08.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – News & Roots:Hören wir Gutes und reden darüber!

Aktuelle Jazzalben, vorgestellt und diskutiert von Beate Sampson, Roland Spiegel

und Ulrich Habersetzer

09.06. BR Klassik 19:05 Classic Sounds in Jazz – Blue flowers. Mit Musik von Abdullah Ibrahim, Norma Winstone, Norah Jones und anderen; mit Roland Spiegel

09.06. BR Klassik 23:05 Jazztime –“Jazz aus Nürnberg”: Live-Mitschnitte – Das Klaus Graf Quartett mit neuer CD “Live in India”. Mit Klaus Graf (Altsaxofon), Axel Kühn (Bass), Olaf Polziehn (Piano) und Meinhard “Obi” Jenne (Schlagzeug).Aufnahme vom 23. Februar 2020 aus dem Jazzclub “The Piano Man” in Gurugram (Indien); mit Beate Sampson

10.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – All that Jazz; mit Ssirus W. Pakzad

11.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – BR Jazzclub: Henry’s got the Groove. Die Saxophonistin Nicole Johänntgen und ihre Mini-Brass-Band „Henry“ in einer Liveaufnahme aus dem Münchner Jazzclub Unterfahrt vom 14. Mai 2021; mit Ulrich Habersetzer

12.06. BR Klassik 18:05 Jazz und Mehr – Die Eleganten: Mit Musik von Alma Naidu, Wolfgang Muthspiel, Eva Klesse, Jean-Yves Thibaudet und anderen; mit Roland Spiegel

14.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – Jazztoday; mit Henning Sieverts

15.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – News & Roots; mit Henning Sieverts

16.06. BR Klassik 19:05 Classic Sounds in Jazz – “I love a piano”: mit Aufnahmen von Chick Corea, Erroll Garner, Norma Winstone und anderen; mit Beatrix Gillmann

16.06. BR Klassik 23:05 Jazztime –“Jazz aus Nürnberg”: Mostly Vocal – Ella Fitzgerald – die “First Lady of Swing and Scat”; mit Beate Sampson

17.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – All that Jazz: Tony Scott – Zum 100. Geburtstag; mit Marcus Woelfle

18.06. BR Klassik 23:05 Jazztime Jazz auf Reisen – Highlight der Internationalen Jazzwoche Burghausen vor 25 Jahren: Das Quintett des Trompeters Roy Hargrove im März 1996 in der Wackerhalle Burghausen; mit Roland Spiegel

19.06. BR Klassik 18:05 Jazz und Mehr – Die Verwandten: Mit Musik von Eva Cassidy, Miles Davis, Erik Satie, Norah Jones, Wayne Shorter und anderen; mit Roland Spiegel

21.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – Jazztoday; mit Henning Sieverts

22.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – News & Roots: The Bass Is The Base: Der amerikanische Bassist Charlie Haden; mit Henning Sieverts

23.06. BR Klassik 19:05 Classic Sounds in Jazz – My Latin Soul: Beseelte Latin-Jazzklänge von Sängerin Astrud Gilberto, Saxophonist Cannonball Adderley und den Pianisten Igor Levit und Fred Hersch; mit Ulrich Habersetzer

23.06. BR Klassik 23:05 Jazztime –“Jazz aus Nürnberg”: Studio-Aufnahmen – Aufnahmen aus Nürnberger Aufnahmesessions mit Johannes Berauer Hourglass, Rebecca Trescher und „Immigration Booth“; mit Beate Sampson

24.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – All that Jazz; mit Ralf Dombrowski

25.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – Das Jazzkonzert: Jazz und der Sound der Singvögel: Das Ensemble des Klarinettisten Daniele D’Agaro beim Festival Jazz & Wine of Peace in Italien. Aufnahme aus dem Weingut Jermann di Ruttars im nordostitalienischen Ort Gorizia. Daniele D’Agaro, Klarinette, Denis Biason, Gitarre und Banjo, Luigi Vitale, Marimba und Percussion, Camillo Prosdocimo, Vogelstimmen-Imitation; mit Roland Spiegel

26.06. BR Klassik 18:30 Jazz und Mehr „Encores!“ – Mit Musik von Rainer Böhm, Alma Naidu, Christian Zacharias und anderen; mit Beatrix Gillmann

28.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – Jazztoday; mit Henning Sieverts

29.06. BR Klassik 23:05 Jazztime – News & Roots; mit Henning Sieverts

30.06. BR Klassik 23:05 Jazztime –“Jazz aus Nürnberg”: Special; mit Beate Sampson

Deutschlandfunk

01.06. DLF 21:05 Jazz Live – Shake Stew: Von Austria nach Afrika. Mario Rom, Trompete; Clemens Salesny, Altsaxofon; Johannes Schleiermacher, Tenorsaxofon, Flöte; Lukas Kranzelbinder, Bass, Guembri; Christian Wendt, Bass; Niki Dolp, Schlagzeug, Perkussion; Herbert Pirker, Schlagzeug, Perkussion. Aufnahme vom 4.10.2020 beim Jazzfestival Leibnitz, Österreich. Ein kleines Zeitfenster, in dem im Herbst 2020 Livekonzerte vor Publikum möglich waren, nutzte das Jazzfestival Leibnitz, um eine der mitreißendsten Bands Österreichs zu präsentieren: Shake Stew. Ihre Auftritte geraten regelmäßig zu ekstatischen Groove-Happenings. Allein schon die Instrumentierung ist bemerkenswert: ein Septett mit einem Trompeter, zwei Saxofonisten, zwei Bassisten und zwei Schlagzeugern. Das verspricht Dynamik – und die entfesselt Shake Stew wahrlich. 2016 vom Bassisten Lukas Kranzelbinder gegründet, kreiert die Band eine kraftvolle, ungemein geerdete Musik, die aber auch zum Abheben einlädt und sich in Trance-ähnliche Höhenflüge hochschrauben kann. Dies ist auch ein Resultat von Kranzelbinders intensiver Beschäftigung mit diversen Ausdrucksformen afrikanischer Musik, seien sie aus dem Süden, Westen, Osten oder Norden des Kontinents; mit Karsten Mützelfeldt

03.06. DLF 21:05 JazzFacts – Neues von der improvisierten Musik; mit Odilo Clausnitzer

04.06. DLF 21:05 On Stage – Zuhause aufgenommen: Mike Andersen (DK). Normalerweise ist der dänische Musiker Mike Andersen Frontmann seiner eigenen Band: Blond, großgewachsen, charismatisch steht der Sänger und Gitarrist vor seinen Kollegen auf der Bühne, spielt Blues, Soul und Rock ‘n’ Roll – normalerweise. Doch auch in Corona-Zeiten, nur mit Akustik-Gitarre und seiner Stimme, weiß er zu überzeugen. Zu Hause in seinem Keller hat der 1977 Geborene, der seit 2002 unter eigenem Namen veröffentlicht, exklusiv für den Deutschlandfunk aufgenommen: im Sound intim und reduziert. In der Wirkung? So groß wie mit seiner Band!; mit Tim Schauen

04.06. DLF 22:05 Lied- und Folkgeschichte(n) – Leidenschaft für Dialog: Der anglo-italienische Musiker Piers Faccini. Maler, Autor, Musiker – Piers Faccini hat nicht nur viele Talente, er ist auch ein echter Kosmopolit. Aufgewachsen in England, lebt er seit vielen Jahren in Frankreich und ist mit einer Italienerin verheiratet. Auch in seiner Musik verbindet er die unterschiedlichsten Einflüsse. Seinem Anliegen eines crosskulturellen Austauschs folgend, bewegt er sich in seinen Songs entlang der Mittelmeerküsten von Südeuropa bis zum Nahen Osten und Nordafrika. Auf seinen acht Studioalben hat der heute 51-Jährige mit Musikern wie Ballaké Sissoko, Ibrahim Maalouf oder Jasser Haj Youssef zusammengearbeitet. Die Stücke des neuen Albums „Shapes of the Fall’’ sind allesamt auf Englisch, überqueren aber musikalisch viele Grenzen: von anglo-amerikanischem Folk und apulischem Tarantella bis zu traditionellen Klängen aus dem Maghreb; mit Anke Behlert

07.06. DLF 21:05 Musik-Panorama – „Hier und Jetzt“: Kompositionen von C.F.Abel, De Sainte Colombe, Ali Ufki, Martin Y Coll u.a. Hille Perl, Viola da gamba, E-Gambe; Murat Coškun, Perkussion, Hang, Stimme und Moderation; Aufnahme vom 12.4.2021 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal, Köln. Die Gambistin Hille Perl und der Perkussionist Murat Coškun sind weitgereiste Spezialisten für Barockmusik und Improvisation. Erste gemeinsame Projekte gestalteten sie zusammen mit dem Freiburger BarockConsort, einer kleineren Formation des Freiburger Barockorchesters, mit dem Schwerpunkt auf Renaissance und Frühbarock. In ihrem Duo-Programm präsentieren sie Werke aus der europäischen Renaissance-Zeit und paaren sie mit Ausflügen in die Welt der osmanischen Rhythmen und Arabesken. Im Mittelpunkt stehen Werke von Komponistinnen und Komponisten, die sich besonders für die Gambe eingesetzt haben, ausgehend vom 17. Jahrhundert bis in unsere Gegenwart. Die Mischung aus pulsierenden Suiten-Tänzen mit Rahmentrommel-Begleitung, melancholischen englischen Songs und sehnsuchtsvollen anatolischen Liedern ergibt eine mitreißende Zeitreise durch verschiedene Kulturen; mit Christiane Lehnigk

08.06. DLF 21:05 Jazz Live – Das Shai Mastro Trio: Musikalischer Geschichtenerzähler. Shai Maestro, Piano; Jorge Roeder, Kontrabass; Ofri Nehemya, Schlagzeug; Aufnahme vom 15.11.2019 aus dem Beethoven-Haus, Bonn. Mit ausgefeilter Technik, Sinn für klangfarbliche Nuancen, lebendigem Wissen um die Jazztradition und sprudelnden Ideen ist der Israeli Shai Maestro zu einem international gefeierten Piano-Hoffnungsträger geworden. Maestro begann als Kind mit klassischer Musik und entdeckte durch Oscar Peterson den Jazz. Schon als Teenager gewann er zahlreiche Wettbewerbe. Ein Musikstipendium in Berklee aber schlug er aus und ging stattdessen mit Bassist Avishai Cohen auf Tour. Das Debüt seines eigenen Trios erschien 2011. Damit setzt er auf traumhafte Stimmungen ebenso wie auf vertrackte, aber mit Leichtigkeit ausgebreitete Rhythmen. Ein unverkennbarer Einfluss dabei: die tonalen Färbungen in der Musik seiner Heimat Israel. Mit seinen beiden Mitmusikern, dem Peruaner Jorge Roeder und dem israelischen Nachwuchstalent Ofri Nehemya, begibt sich Shai Maestro auch auf den Weg spielerischer Reduktion – im Interesse von Atmosphäre, von Poesie und fesselndem musikalischen Geschichtenerzählen; mit Karl Lippegaus

10.06. DLF 21:05 JazzFacts – „Es geht darum, präsent zu sein“. Die slowenische Pianistin und Komponistin Kaja Draksler. Ästhetisch bewegt sie sich zwischen Neuer Musik, freier Improvisation und verschiedenen Spielarten des Jazz. Sie mag genauso Stride-Piano und Rock wie die Musik von Cecil Taylor, über den sie ihre Abschlussarbeit schrieb. Heute ist Kaja Draksler selbst eine der wichtigsten Klavier-Stimmen der europäischen Szene. Kaja Draksler kommt ursprünglich aus der nordslowenischen Stadt Kranje (aus der auch einige erfolgreiche Skispringer stammen), studierte Jazz-Piano in Groningen, lernte in New York bei Vijay Iyer und Jason Moran und machte ihren Master-Abschluss im Fach Komposition an der Musikhochschule in Amsterdam. Die Aufnahmen für ihr erstes Solo-Album „The lives of many others“ aus dem Jahr 2013 sind großenteils komponiert, klingen aber wie frei improvisiert. Und genau diese Qualität, zwischen Komponiertem und Improvisiertem zu mäandern, ohne beides klar voneinander zu trennen, ist in vielen ihrer Projekte vorhanden: sei es im Zusammenspiel mit der Trompeterin Susana Santos Silva, im Trio Punkt.Vrt.Plastik mit Petter Eldh und Christian Lillinger, im Duo Czajka & Puchacz oder mit dem Gitarristen Terrie Hessels von der Punkband The Ex; mit Anja Buchmann

15.06. DLF 21:05 Jazz Live – Zwischen Balkan-Jazz und Fusion. Das Bojan Z Trio mit Nils Wogram; Bojan Zulfikarpašić, Piano, Fender Rhodes; Thomas Bramerie, Kontrabass; Arnaud Dolmen, Schlagzeug; Nils Wogram, Posaune; Aufnahme vom 20.9.2019 aus dem Studio 104 des Maison de la Radio, Paris. Ende der 1980er-Jahre zog Bojan Z von Belgrad nach Paris. Dort wurde er als Sideman ein Liebling der modernen Jazzszene. Die Musik seines brillanten Trios verrät in dezenten Färbungen seine Balkan-Wurzeln. Weil sein serbischer Nachname Zulfikarpašić vielen Westeuropäern Schwierigkeiten bereitet, kürzt der in Belgrad geborene Musiker ihn einfach mit Z ab. Zusammenarbeiten mit Henri Texier oder Nguyên Lê und Auszeichnungen wie der Prix Django Reinhardt belegen eindrucksvoll seinen Status auf der französischen Szene. Als Bandleader und Komponist hat er durch die Einbeziehung osteuropäischer Rhythmen und Tonleitern eine unverwechselbare Handschrift entwickelt. In jüngerer Zeit setzt Bojan Z auch vermehrt das E-Piano ein und öffnet sich damit dem Jazz-Rock. Für das Konzert in Paris erweiterte er sein Trio um den Posaunisten Nils Wogram. Die beiden veröffentlichten 2015 eine gemeinsame Duo-CD und arbeiten seitdem regelmäßig zusammen; mit Thomas Loewner

17.06. DLF 21:05 JazzFacts – Ganz Auge, ganz Ohr; Der Schweizer Saxofonist Nicolas Masson. Improvisierte Musik und Fotografie sind Nicolas Massons große Passionen. Melodische Linien durchziehen in seinem Spiel dunkle Klanglandschaften. Sein Jazzstudium finanzierte er einst als Bühnenfotograf an der Oper in Genf. Sein Album „Travelers“ schrieb er mit einfühlsamem Blick auf Menschen aus dem Bekanntenkreis. Auf einer Weltreise Anfang der 1990er-Jahre lernte der damals 20-Jährige die freie Improvisationsszene in New York kennen. Er traf den Pianisten Cecil Taylor und studierte bei dem Free Jazz-Saxofonisten Frank Lowe. „Dadurch gewann ich Einsichten in die Beziehung zwischen dem freien Spiel und der Jazztradition, die ich in Europa kaum hätte erlangen können”, sagt der Holzbläser. Nach zwischenzeitlicher Rückkehr in die Schweiz und Meisterkursen bei Lee Konitz, Dave Douglas und Misha Mengelberg ging er ein zweites Mal in die USA. Die starken Eindrücke und Stimmungen auf seinen Reisen münden in Fotoserien und Kompositionen. Nach zwei Alben mit dem kollektiven Trio Third Reel erschien 2018 „Travelers“ mit seinem regulären Quartett, das damals bereits seit zwölf Jahren existierte; mit Karl Lippegaus

18.06. DLF 21:05 On Stage – Hartes fürs Herz: Kris Barras Band. Aufnahme vom 7.11.2019 bei den Leverkusener Jazztagen. Der Brite Kris Barras begann im Alter von fünf Jahren, Gitarre zu spielen, als Zehnjähriger trat er erstmals auf – und doch führte sein Weg nicht geradewegs in den Profi-Musikbetrieb, sondern er fuhr zweigleisig: Denn bis 2014 war Barras Mixed-Material-Arts-Kämpfer, das ist eine Vollkontakt-Sportart. 2015 veröffentlichte er sein Debüt, die ganz große Aufmerksamkeit erhielt er als Frontmann der Allstar-Band Super Sonic Blues Machine, zusammen mit prominenten Kollegen wie Billy Gibbons, Eric Gales, Warren Haynes. Doch den werbenden Anschub „Hat schon gespielt mit…” benötigt Kris Barras nicht, wie auch sein Auftritt bei den Leverkusener Jazztagen zeigte, denn dort überzeugte Barras als Frontmann, Sänger und versierter Gitarrist seiner eigenen vierköpfigen Band. Dort lieferten die Briten Blues und Rock, ohne stumpf auf die Instrumente einzuprügeln; mit Tim Schauen

18.06. DLF 22:00 Milestones Jazzklassiker – Tal Farlow – Gitarren-Weltmeister wider Willen. Vom spätberufenen Autodidakten wurde er zum einflussreichen Pionier: Tal Farlow setzte mit technischer Brillanz und kühnen Ideen Standards für das Gitarrenspiel im modernen Jazz. Am 7. Juni 2021 wäre er 100 geworden. Farlow begann erst mit Anfang 20, Gitarre zu lernen. Hauptberuflich war er damals noch Schildermaler in seiner Geburtsstadt Greensboro in North Carolina. Im bahnbrechenden Trio mit dem Vibrafonisten Red Norvo und dem Bassisten Charles Mingus bewies er ab 1949 eine stupende Virtuosität, sowohl in der Entwicklung unkonventioneller Begleittechniken wie im brillanten Solospiel selbst in rasenden Tempi. Damit wurde er nach Charlie Christian der bedeutendste unter den frühen E-Gitarristen des Jazz. Farlow erweiterte die Möglichkeiten der Gitarre durch gezupfte Basslinien und Flageolett-Klänge; gelegentlich nutzte er sie sogar als Perkussionsinstrument. Seine großen Hände brachten ihm den Spitznamen „The Octopus“ ein. Er blieb zwar bis an sein Lebensende musikalisch aktiv, zog sich aber immer wieder aus dem Musikgeschäft zurück, um seinem Beruf als Schildermaler nachzugehen. Er starb 1998 im Alter von 77 Jahren; mit Michael Frank

19.06. DLF 01:05 Deutschlandfunk Radionacht Klanghorizonte – Neuland: Warren Ellis, Erlend Apneseth, Elizabeth Bernholz u.a. Nahaufnahme: „Zwischen Leere und Überfluss“ – Robert Ashleys „spoken word“-Album „Private Parts“ (1977); Zeitreise: Hector Zazou, Linton Kwesi Johnson, Joan Armatrading u.a.; mit Michael Engelbrecht

22.06. DLF 21:05 Jazz Live – Zartherbe Kammerklänge: Kathrin Pechlof Trio: Christian Weidner, Altsaxofon; Kathrin Pechlof, Harfe; Robert Landfermann, Kontrabass; Aufnahme vom 25.2.2021 aus dem A-Trane Berlin. Die Berliner Harfenistin und Komponistin Kathrin Pechlof leitet seit 2011 ihr schlagzeugloses Trio. Seine fein gewobene, experimentierfreudige Kammermusik kommt ohne allen ornamentalen Überfluss aus. Kathrin Pechlof studierte Konzertharfe, Jazzkomposition und Improvisation. Im Spannungsfeld dieser Prägungen entsteht ihre heutige Musik. Den filigranen, perlenden Klang der klassisch gezupften Harfe kontrastiert sie mit unkonventionellen, hölzernen und tiefen metallischen Sounds – Material für spannende Dialoge mit ihren zwei Triopartnern Robert Landfermann am Kontrabass und Christian Weidner am Altsaxofon. Sensibel aufeinander reagierend gelingt es den dreien, die komponierten Formen immer wieder bruchlos in intensive Ensembleimprovisation zu überführen. So entsteht eine einzigartige Musik zwischen modernem Jazz und zeitgenössischer Kammermusik; mit Niklas Wandt

24.06. DLF 21:05 JazzFacts – Spielwitz mit Tiefgang: ein Porträt der beiden Musiker Jakob Kammerer und Richard Köster. Der Schlagzeuger Jakob Kammerer und der Trompeter und Flügelhornist Richard Köster sind zwei musikalisch verwandte Seelen: Sie stehen für einen Jazz voller Überraschungen, traditionsbewusst und modern zugleich – dabei mit feinem Sinn für Humor. Kennengelernt haben sich Kammerer und Köster während ihres Jazzstudiums in Wien. Dort hat auch ihre gemeinsame Band ihren Ursprung: das Kammerer OrKöster, ein Sextett bestehend aus Trompete bzw. Flügelhorn, Altsaxofon, zwei Posaunen und einer Rhythmusgruppe aus Bass und Schlagzeug. Für das Ensemble schreiben Kammerer und Köster raffiniert komponierte Musik, die stilsicher Tradition und Moderne verbindet, mal funky, mal frei ist und immer mit einem Augenzwinkern daherkommt. Jakob Kammerer lebt inzwischen in Köln, und Richard Köster ist vor einiger Zeit nach Oslo gezogen. Hier haben sie neue, eigene Projekte gegründet, darunter etwa Kösters Coastline Paradox. Doch trotz der räumlichen Distanz führen sie die Arbeit mit ihrem Kammerer OrKöster fort; mit Thomas Loewner

25.06. DLF 21:05 On Stage – Groovende Präzision: Simon Phillips & Protocol 30: Aufnahme vom 11.11.2019 bei den Leverkusener Jazztagen. Schlagzeuger Simon Phillips hat mit sämtlichen Kapazitäten der weltweiten Rock-, Pop-, Fusion-Szene gearbeitet, u.a. war er von 1992-2014 Mitglied der amerikanischen Supergroup Toto. Doch der 1957 in London geborene, in Los Angeles lebende Brite hat auch Solo-Ambitionen: 30 Jahre nach Erscheinen des Albums „Protocol” war Phillips im Jahr 2019 auf Tournee und machte auch bei den Leverkusener Jazztagen Station. Für das Projekt Protocol 30 brachte er mit Keyboarder Otmaro Ruiz, Bassist Ernest Tibbsm, Gitarrist Alex Sill und Saxofonist Jacob Scesney eine junge multinationale Truppe mit, die beeindruckend zeigte, zu welch präzisem, aber stets groovenden, Fusion-Jazzrock sie in der Lage ist. Und dass Phillips zum 30. Jubiläum ein aus 30 Elementen bestehendes Schlagzeug auf der Bühne hatte, könnte Zufall sein – doch bei einem derart präzisen Techniker war es wohl eher kalkuliert; mit Tim Schauen

29.06. DLF 21:05 Jazz Live – Easy Listening für Fortgeschrittene. Trio Slowfox: Hayden Chisholm, Altsaxofon; Philip Zoubek, Klavier; Sebastian Gramss, Kontrabass; Aufnahme vom 7.2.2021 aus dem Loft, Köln. „Melodische Avantgarde“, so beschreiben Slowfox ihren lyrischen Kammerjazz mit Tiefgang. Damit beweisen die Kölner, dass avancierte Musik auch den Ohren schmeicheln kann. Der Bassist Sebastian Gramss, Altsaxofonist Hayden Chisholm und Pianist Philip Zoubek spielen seit 2013 zusammen – mit einer klar definierten Herangehensweise: „Es muss für die Zuhörer erst mal leicht sein, in die Musik reinzukommen. Und dann soll trotzdem noch Vieles, auch Unerwartetes, passieren. Es ist ansprechend, aber eben auch anspruchsvoll“, sagt Gramss, Gründer und Komponist des Trios. Die Ästhetik spiegelt sich auch im Bandnamen wider, denn der gleichnamige, durchaus anspruchsvolle Tanz steht für fließende, raumgreifende, weiche Bewegungen mit einem gewissen Maß an Understatement. Beim Konzert ohne Publikum im Loft spielte die Band ein komplett neues Programm, das in der ersten Jahreshälfte 2021 auch auf CD erscheinen soll; mit Karsten Mützelfeldt

Deutschlandfunk Kultur

01.06. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz: mit Vincent Neumann

02.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Folk

03.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Weltmusik

04.06. DLF Kultur 00:05 Klangkunst – Another Certain Beauty – Drift4. Idee und Realisierung: der Autor; Mit: Roman Ott, Uli Kempendorff, ER, Ronny Graupe, Quentin Tolimieri, Uri Gincel, Lars Gühlcke, Andrew Lafkas, Michael Vorfeld, Oliver Sonntag, Oliver Steidle, Ignaz Schick, Jan-Peter E.R. Sonntag, Ton und Technik: Martin Eichberg, Hermann Leppich; Produktion: Deutschlandfunk Kultur / N-solab 2021, (Ursendung). Was bedeutet es, wirklich frei zu spielen? Auf diese Frage gibt die improvisierte Musik unzählige Antworten. Der Komponist Jan-Peter E.R. Sonntag lud Vertreterinnen verschiedener Szenen zu einer gemeinsamen Hommage an Albert Mangelsdorff. Ende der Sechziger komponierte der Jazz-Posaunist Albert Mangelsdorff die Ballade „A Certain Beauty“. Kurze Zeit später verließ er die vorgegebenen Pfade seines Instruments und perfektionierte eine neue Spielweise: Er spielte einen Ton und sang zugleich einen anderen durch das Instrument. Was bedeutet es, wirklich frei zu spielen? Diese Frage treibt die improvisierte Musik um. Besonders im letzten Jahrhundert sind zahlreiche Musiker-Szenen und Genres entstanden, die ganz unterschiedliche Antworten anbieten. Der Komponist Jan-Peter E.R. Sonntag lud unterschiedliche Musikerinnen ein, spontan miteinander zu interagieren: Protagonistinnen der Echtzeitmusik, der Neuen Musik und des Free Jazz. Sie alle improvisierten, doch nach verschiedenen Regeln, mit unterschiedlichen Techniken. Was passiert, wenn sie in einen Dialog treten? Jan-Peter E.R. Sonntag, geboren 1965 in Lübeck, ist ein deutscher Künstler und Komponist. Er beschäftigt sich mit Phänomenen der akustischen Wahrnehmung, insbesondere mit Schnittstellen zwischen dem menschlichen Körper und technisch-medialen Systemen. Seit 1990 entstanden vor allem ortsbezogene, interaktive Installationen; mit Jan-Peter E.R. Sonntag

04.06. DLF Kultur 01:05 Tonart Welt; mit Carsten Beyer

04.06. DLF Kultur 22:03 Musikfeuilleton – Verschwunden und wiederentdeckt: Die Geschichte der 1. Sinfonie von Kurt Weill. Zu dem Werk lässt sich allerlei Spannendes berichten, etwa Weills Kontakt zu Johannes R. Becher, dessen Festspiel „Arbeiter, Bauern, Soldaten. Der Aufbruch eines Volkes zu Gott“ als Inspiration diente; das Verschwinden der Partitur und ihr Wiederauftauchen 1955 (durch eine Annonce im „Tagesspiegel”); oder die Uraufführung im Januar 1958 durch das NDR-Sinfonieorchester unter Wilhelm Schüchter. Gesprächspartner: Dr. Elmar Juchem (Kurt-Weill-Gesamtausgabe); mit Wolfgang Rathert

04.06. DLF Kultur 03:05 Tonart Filmmusik – Nigel Westlake, Babe, The Victorian Philharmonic Orchestra; Leitung: David Stanhope und Carl Vine. Michael Giacchino, Ratatouille, Le Rat Band; Leitung: Tim Simonec. Henry Mancini, Tom and Jerry; mit Birgit Kahle

07.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Jazz

07.06. DLF Kultur 20:03 In Concert – Konzerthaus Wien, Aufzeichnung vom 12.9.2020. Avishai Cohen Trio: Avishai Cohen, Kontrabass und Gesang; Elchin Shirinov, Klavier; Roni Kaspi, Schlagzeug; mit Matthias Wegner

08.06. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz; mit Andreas Müller

09.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik Folk

10.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik Welt

11.06. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz; mit Olga Hochweis

14.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Jazz
15.06. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz; mit Sophia Fischer

16.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Folk

17.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Welt

18.06. DLF Kultur 01:05 Tonart Weltmusik; mit Wolfgang Meyering

21.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Jazz

23.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Folk

24.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Welt

25.06. DLF Kultur 01:05 Tonart Weltmusik; mit Thorsten Bednarz

28.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Jazz

28.06. DLF Kultur 20:03 In Concert – New Morning, Paris, Aufzeichnung vom 12.10.2020, David Linx „Skin in the game“: David Linx, Gesang; Grégory Privat, Klavier; Manu Codjia, Gitarre; Chris Jennings, Bass; Arnaud Dolmen, Schlagzeug; Der Sänger David Linx wurde 1965 in Brüssel geboren, er lebt aber seit den 90er-Jahren in Frankreich und wurde von der dortigen Szene mit offenen Armen empfangen. Inspiriert von großen Persönlichkeiten des Jazzgesanges wie Ella Fitzgerald, Betty Carter oder Mark Murphy hat Linx schon lange sein eigenes Klanguniversum geschaffen. Geschmackssicher und hochvirtuos gestaltet er seine Musik, die in keine Schublade passt. Dokumentiert wurde sein großes Ausdrucksspektrum mittlerweile auf 30 Alben unter eigenem Namen. Im letzten Jahr hat er das hochgelobte Album „Skin in the Game“ veröffentlicht, auf dem er u.a. vom exzellenten Pianisten Grégory Privat begleitet wird. Das Repertoire dieses Albums präsentierte Linx im Herbst 2020 im Pariser Club „New Morning“; mit Matthias Wegner

29.06. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz; mit DJ Swingin‘ Swanee

30.06. DLF Kultur 11:45 Tonart – Rubrik: Folk

Hessischer Rundfunk HR2 – Das ARD Radiofestival ist in diesem Sommer wieder – wie in den vergangenen Jahren – in den Kulturwellen der Landesrundfunkanstalten der ARD zu hören. Vom 26.06.2021 bis zum 17.09.2021 wird täglich ab 20.04h ein gemeinsames Programm gesendet: Jazz im ARD Radiofestival: montags bis freitags 23:30-24:00h. Die Sendungen hr2 Live Jazz und hr2 Die hr-Bigband sind auch während des ARD-Radiofestivals auf den regulären Sendeplätzen zu finden:

samstags und sonntags 19:04-20:00h

01.06. HR2 22:30 hr2 Jazz and More – An den Rändern des Jazz; mit Martin Kersten

02.06. HR2 22:30 hr2 Jazzfacts – What’s going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt; mit N.N.

03.06. HR2 19:04 hr2 Jazz am Feiertag – Fronleichnam: Bojan Z Trio With Nils Wogram: Bojan Z, p; Thomas Bramerie, db; Arnaud Dolmen, dr; Nils Wogram, tb; Studio 104, Radio France Broadcasting House, Paris, Frankreich, September 2020; mit Timo Kurth

04.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Classics – Aufnahmen, die die Welt beweg(t)en; mit Jesko von Schwichow

05.06. HR2 19:04 hr2 Live Jazz – Médéric Collignon et le Jus de Bocse + l’Ensemble de trompettes de Paris EuTéPé ‘MoOvies’: Le Jus de Bocse, instrumental ensemble: Médéric Collignon, arr, voc, c; Yvan Robilliard, p, keyb; Emmanuel Harang, b; Nicolas Fox, dr; EuTéPé, instrumental ensemble, tp; Studio 104, Radio France Broadcasting House, Paris, Frankreich, August 2018; mit Jürgen Schwab 06.06. HR2 19:04 Die hr-Bigband – Konzerte und Produktionen u.a. mit: hr-Bigband invites… Kathrine Windfeld (Livestream); hr-Bigband cond. by Kathrine Windfeld, hr-Sendesaal, Frankfurt, Februar 2021, Teil 1; mit Daniella Baumeister

07.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Now – Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen; mit Karmen Mikovic

08.06. HR2 22:30 hr2 Jazz and More – An den Rändern des Jazz; mit Timo Kurth

09.06. HR2 22:32 hr2 Jazzfacts – What’s going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt; mit n.n.

10.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Now – Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen; mit Daniella Baumeister

11.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Classics – Aufnahmen, die die Welt beweg(t)en; mit Karmen Mikovic

12.06. HR2 19:04 hr2 Live Jazz – Torbjörn Zetterberg & Den Stora Frågan; Torbjörn Zetterberg, db; Susana Santos Silva, tp; Mats Äleklint, tb; Jonas Kullhammar, ts; Alberto Pinton, bar, cl, afl; Jon Fält, dr; Umeå Jazz Studio, Schweden, September 2020; mit Jürgen Schwab

13.06. HR2 19:04 Die hr-Bigband – Konzerte und Produktionen u.a. mit: hr-Bigband invites… Kathrine Windfeld (Livestream); hr-Bigband cond. by Kathrine Windfeld, hr-Sendesaal, Frankfurt, Februar 2021, Teil 2; mit Daniella Baumeister

14.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Now – Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen; mit Jürgen Schwab

15.06. HR2 22:30 hr2 Jazz and More – An den Rändern des Jazz; mit Martin Kersten

16.06. HR2 22:32 hr2 Jazzfacts – What’s going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt; mit Karsten Mützelfeldt

17.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Now – Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen; mit Daniella Baumeister

18.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Classics – Aufnahmen, die die Welt beweg(t)en; mit Jesko von Schwichow

19.06. HR2 19:04 hr2 Live Jazz – Tomas Fujiwara’s Triple Double: Tomas Fujiwara, dr, comp; Gerald Cleaver, dr; Mary Halvorson, g; Brandon Seabrook, g; Ralph Alessi, tp; Adam O’Farrill, tp; Jazzfest Berlin 2020 – Radio Edition, Roulette, New York City, USA, November 2020; mit Daniella Baumeister

20.06. HR2 19:04 Die hr-Bigband – Konzerte und Produktionen u.a. mit: Sounds of Finland (Livestream) hr-Bigband w/ Pekka Kuusisto cond. by Marko Lackner, hr-Sendesaal, Frankfurt, März 2021, Teil 1; mit Gregor Praml

21.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Now – Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen; mit Karmen Mikovic

22.06. HR2 22:30 hr2 Jazz and More – An den Rändern des Jazz; mit Timo Kurth

23.06. HR2 22:32 hr2 Jazzfacts – What’s going on? – Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt; mit n.n.

24.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Now – Aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen; mit Daniella Baumeister

25.06. HR2 22:30 hr2 Jazz Classics – Aufnahmen, die die Welt beweg(t)en; mit Karmen Mikovic

26.06. HR2 19:04 hr2 Live Jazz – Morten Halle/Alberto Tacchini/Roberto Bonati: Morten Halle, sax; Alberto Tacchini, p; Roberto Bonati, db; ParmaJazz Frontiere Festival, Casa della Musica, Parma, Italien, Dezember 2019; mit Jürgen Schwab

27.06. HR2 19:04 Die hr-Bigband – Konzerte und Produktionen u.a. mit: Sounds of Finland (Livestream) hr-Bigband w/ Pekka Kuusisto cond. by Marko Lackner, hr-Sendesaal, Frankfurt, März 2021, Teil 2; mit Gregor Praml

28.06. HR2 23:30 ARD Radiofestival Jazz – Zum 65. Geburtstag – die portugiesische Jazz-Sängerin Maria João. “Fado hat für mich eine gewisse Bedeutung, ist jedoch nicht das wichtigste Element. Ich brauche diese etwas lebendigeren, positiveren Sachen”, sagt Mario João, die von Vokalgrößen wie Lauren Newton und Bobby McFerrin dazu inspiriert wurde, ihren eigenen Weg zu gehen. Lange Zeit teilte sie diesen mit dem Pianisten Mario Laginha, mit dem sie 1994 ein Skizzenbuch der Weltoffenheit namens “Danças” vorlegte. Seitdem verbindet die wichtigste Jazzkünstlerin Portugals ihre Art des Jazz mit afrikanischer, brasilianischer und indischer Musik zu Amalgamen, die heute auch die Zutat Electronica enthalten; mit Thomas Haak

29.06. HR2 23:30 ARD Radiofestival Jazz – Junge Szene groß gedacht – Luise Volkmann und ihr Ensemble Eté Large. Die Saxofonistin und Komponistin Luise Volkmann, die in Leipzig, Paris und Köln studiert hat, entfaltete auf dem ersten Album “Eudaimonia”, das sie mit ihrem Ensemble Été Large eingespielt hat, eine Musik mit theatralischen Zügen, geprägt von ihrem mehrjährigen Aufenthalt in der französischen Hauptstadt. Deutlich rockiger klang das darauffolgende Album “When the Birds upraise their Choir”. Volkmann widmete die Aufnahme ihrem Vater und bezog sich musikalisch auf die Rock-Ästhetik der 1968er-Generation; mit Anja Buchmann

30.06. HR2 23:30 ARD Radiofestival Jazz – Black Lives Matter & Jazz – Joshua Redman, Gregory Porter, Jason Moran. Man könne den Jazz nicht trennen von Schmerz und Ungerechtigkeit, aber auch nicht von Freude und Triumph schwarzer Menschen in den USA, sagt der Saxofonist Joshua Redman. Auch Gregory Porters Songs handeln vom Schwarzsein, von Zuversicht, Heilung und Protest. Der Mord an George Floyd im Mai 2020 sei nichts Neues in der amerikanischen Geschichte, sagt Redman, aber er habe “Black Lives Matter” erst richtig ins Rollen gebracht. Bereits für Redmans Vorbilder war Protest ein wichtiger Antrieb. Eine der Stärken, ergänzt der Pianist Jason Moran, sei, dass “Black Lives Matter” heute keine Anführer brauche; mit Sarah Seidel

NDR Blue (DAB+) Jazz von montags – donnerstags 23.05 – 0.00 Uhr

Radio Antenne Münster »Radio Grenzenlos« wird an jeden zweiten Donnerstag im Monat bei Antenne Münster um 21.00 Uhr im Bürger-Funk ausgestrahlt.

Radio Dreyeckland jeden Samstag 10 Uhr bis 11 Uhr: Jazznews; mit H. Dillmann u. H. Vollmer. Jeden Sonntag 10 Uhr bis 11 Uhr: Jazz Matinee; mit M. van Gee

1 x im Monat sonntags 18 Uhr bis 20 Uhr: Jazz Spezial

Radio Jazztime Nürnberg (auf UKW 94,5 und der Kabelfrequenz 98,35), aktuelles Programm unter: http://www.jazzstudio.de/jazztime.php

Radio Unerhört Marburg Antenne: 90,1 MHz/Kabel: 100,15 MHz – Die »Jazz-Zeit« ist die regelmäßige Jazzsendung auf Radio Unerhört Marburg. Jeden Sonntagabend von 22.00-0.00 Uhr; Wiederholung am folgenden Samstag von 10.00-12.00 Uhr. Mit dem Untertitel »Neues im Jazz« stellt Constantin Sieg dort pro Sendung zehn neu erschienene Jazz-CDs vor und kommentiert sie kurz. (von Free Jazz bis zu Blues, Mainstream, World Jazz, Jazzrock, Bigband, Vocal Jazz, dazu auch Experimentelles)

Ö1 – Österreich

03.06. Ö1 18:15 Heimspiel Mit.Schnitt – Musik aus dem RadioKulturhaus. 5 Millionen Pesos: Memplex. Aufgenommen am 19. Februar 2021. Das in Wien ansässige Quintett versammelt einige schon arrivierte junge Szenecracks zu einer Art All-Star-Ensemble unter kollektiver Leitung, wobei alle fünf Musiker auch als Komponisten in Erscheinung treten: Mario Rom (Trompete), Werner Zangerle (Tenorsaxofon), Philipp Jagschitz (Klavier), Walter Singer (Kontrabass) und Niki Dolp (Schlagzeug) zelebrieren live und im Rahmen ihrer beiden bei Listen Closely erschienenen Alben “Souvenir” (2012) und “Lawn of Love” (2017) kraftvoll fließenden Modern-Jazz mit poetisch-lyrischer Ader und Potenzial zu hitziger Energieentwicklung in den durchwegs klug angelegten Improvisationen; mit Jörg Duit

04.06. Ö1 14:05 In Concert – Kritische Weltbetrachtungen für Vibrafon und Jazzorchester: Berndt Luef. Berndt Luef & Jazztett Forum Graz 2007 im Forum Stadtpark. Berndt Luef ist nicht nur ein Meister am Vibrafon, sondern auch ein Mensch, der die Welt und ihren Lauf mit offenen Augen und wachem, kritischem Geist beobachtet, bedenkt und seine Betrachtungen immer wieder in Musik verwandelt: sei es vergleichsweise Harmloses wie die notorisch unverlässliche Grazer Buslinie 63 oder aber Gravierendes wie der Jugoslawienkrieg. Der veranlasste ihn zur Komposition seines Instrumentaloratoriums “Die Bosnische Tragödie”, und dieses wiederum führte 1993 zur Gründung des Musikerkollektivs Jazztett Forum Graz. Das fünfsätzige Stück stand auch auf dem Programm, als Berndt Luef seine langjährige Tätigkeit als Musikreferent des Grazer Forum Stadtpark beendete und zum Abschied am 3. März 2007 ein langes, vielfältiges Konzert mit dem Jazztett gab. Ein Schatz aus dem ORF-Archiv, der nun für In Concert gehoben wird; mit Michael Neuhauser

05.06. Ö1 23:03 Die Österreich 1 Jazznacht – Pianistin Ingrid Schmoliner im Gespräch. Ingrid Schmoliner im Interview, Peter Evans 2015 im Porgy & Bess, Wien. Zu Gast im Studio ist Ingrid Schmoliner, eine der umtriebigsten Personen der heimischen Improvisationsmusikszene. Als Pianistin sind präparierte Saiten ihr Spezialgebiet, als Kuratorin ist sie zudem für “New Adits”, das “Festival gegenwärtiger Musik und interdisziplinärer Kunstformen” in Kärnten, verantwortlich. Im Jazznacht-Interview spricht Ingrid Schmoliner über diese Tätigkeiten wie auch über das neue Duo-Album mit dem Chicagoer Schlagzeuger Hamid Drake. Im Anschluss stehen Ausschnitte zweier “Jeunesse Special”-Konzerte mit dem US-Trompeter Peter Evans auf dem Programm, die im November 2015 im Wiener Porgy & Bess stattgefunden haben. Musikalische Unterstützung kam dabei u. a. von Schlagzeuger Christian Lillinger und Saxofonist Tobias Delius. Außerdem erinnert diese Ö1-Jazznacht an den Gitarristen Tal Farlow, der am 7. Juni 100 Jahre alt geworden wäre; mit Xavier Plus

06.06. Ö1 00:05 Die Österreich 1 Jazznacht – Pianistin Ingrid Schmoliner im Gespräch (Fortsetzung)

07.06. Ö1 19:30 On stage – Komplexe Jazzorchesterklänge: Christian Muthspiel & Orjazztra Vienna. Christian Muthspiels Orjazztra Vienna 2021 im Wiener Porgy & Bess. Eine zeitgenössische, rhythmisch und harmonisch komplexe Orchestersprache zu entwickeln und sich aus dieser Perspektive mit essenziellen Themen der Tradition wie Blues und Swing auseinanderzusetzen, das scheint eine der Leitideen für das erste Programm von Christian Muthspiels Orjazztra Vienna zu sein. Nach der mit Spannung erwarteten Premiere beim Jazzfestival Saalfelden 2019 wurde die Stage-Band-Konzertreihe des mit vielen jungen Talenten besetzten Klangkörpers im Wiener Porgy & Bess durch die Coronapandemie im Frühjahr 2020 jäh beendet. Im März 2021 setzte man durch ein dreitägiges Gastspiel ebenda einen verzögerten Schlusspunkt, übertragen via Internet-Video-Livestream, da aufgrund des erneuten Lockdowns kein Publikum zugelassen war. Inzwischen hatte es einzelne Umbesetzungen gegeben (Saxofonist Fabian Rucker stand statt Gerald Preinfalk auf der Bühne, Bassposaunistin Christina Baumfried statt Tubist Tobias Ennemoser), das Orjazztra Vienna war noch kompakter geworden, bildhafte Stücke wie “Breathing Underwater” oder das neu komponierte “Homecoming” gelangen hinreißend, und die durchdachten Soli etwa von Saxofonistin Astrid Wiesinger oder von Pianist Philipp Nykrin fügten sich wunderbar in die Gesamtdramaturgie ein. Christian Bakonyi präsentiert den dritten und letzten der drei Abende, aufgenommen von Ö1 am 24. März 2021 im Porgy & Bess; mit Christian Bakonyi

11.06. Ö1 14:05 In Concert – Fundstück aus dem ORF-Archiv: Chick Corea live: Chick Corea & Elektric Band beim Grazer Jazzsommer 2004. An den Pianisten und Komponisten Chick Corea, der am 9. Februar 2021 überraschend verstarb, und der am 12. Juni seinen 80. Geburtstag gefeiert hätte, erinnern wir heute mit einem fulminanten Konzertmitschnitt aus dem ORF-Archiv. Am 31. Juli 2004 gastierte Corea mit der 1986 gegründeten und danach mehrmals reaktivierten Elektric Band im Rahmen des Grazer Jazzsommers am hiesigen Mariahilferplatz. Mit ihm auf der Bühne: Eric Marienthal (Saxofon), Frank Gambale (E-Gitarre), Enrico Fierabracci (E-Bass) und Dave Weckl (Schlagzeug) – die sich an diesem Abend allesamt in blendender Spiellaune befanden. Was die Elektric Band bot, war an rockjazziger Energie kaum noch zu übertreffen. Und dennoch stach die wohltuende Gleichberechtigung der Musiker in Aug’ und Ohr: Hier gab es keinen “Star mit Begleitband”, sondern ernsthaftes und authentisches Team-Work, das sich auch in Chick Coreas verhaltener Moderation vermittelte. Mit Coreas Tod ist auch mit dieser Band ein großer Schatz verloren gegangen; mit Helmut Jasbar

12.06. Ö1 23:15 Die Österreich 1 Jazznacht – 80 Jahre Albert Mair, 100 Jahre Erroll Garner. Albert Mair im Interview, Rofner/Ossanna/Norz beim Outreach-Festival 2015. Zu Gast in der Jazznacht ist der Wiener Pianist Albert Mair, der am 11. Juni seinen 80. Geburtstag feiert. Im Gespräch mit Christian Bakonyi erinnert sich Mair an seine Begegnungen mit Musikern wie Hans Koller, Art Farmer und Uzzi Förster und bringt unveröffentlichte Aufnahmen mit, u.a. von der Erstbesetzung von Hans Kollers Free Sound-Band. Der Konzertmitschnitt stammt vom Outreach-Festival in Schwaz im Tiroler Unterinntal, aufgenommen am 6. August 2015. An diesem Abend trat im dortigen SZentrum ein aus jungen Tiroler Musikern bestehendes Trio auf: Bassist Clemens Rofner, Gitarrist Philipp Ossanna und Schlagzeuger Chris Norz (die auch drei Viertel des Quartetts HI5 ausmachen) begeisterten mit originellen Tönen das Publikum. Ein weiterer Programmpunkt stellt die Musik von Erroll Garner dar. Der Geburtstag des virtuosen US-amerikanischen Jazzpianisten, bekannt auch als Komponist von “Misty”, jährt sich am 15. Juni zum 100. Mal; mit Christian Bakonyi

13.06. Ö1 00:05 Die Österreich 1 Jazznacht – 80 Jahre Albert Mair, 100 Jahre Erroll Garner (Fortsetzung)

13.06. Ö1 19:34 Ö1 Kunstsonntag: Radiosession – Eine Gedenk- statt einer Geburtstagssession für Chick Corea. Das Alan Bartu Trio spielt Chick Corea. Die Jazzwelt trauert um Chick Corea, der am 9. Februar 2021 an einer erst kurz vorher diagnostizierten, seltenen Krebsart verstorben ist, und dessen 80. Geburtstag am 12. Juni wir ohne den Jubilar feiern müssen. Diese Ö1 Radiosession trägt deshalb Trauerflor. Und erinnert daran, dass Corea ohne Zweifel nicht nur einer der wichtigsten Pianisten, sondern auch einer der herausragenden Komponisten des Modern Jazz war. Dies obliegt dem gerade 20-jährigen, in der Slowakei geborenen Pianisten Alan Bartu, Student an der Musik- und Kunst-Privatuniversität Wien und eines der größten Talente der heimischen Jazzszene. Er interpretiert gemeinsam mit seinem Vater, dem Bassisten Stefan Bartu, der u. a. Tourneen mit Benny Golson und Antonio Farao bestritten hat, sowie dem ebenfalls international renommierten serbischen Schlagzeuger Vladimir Kostadinovic Musik von Chick Corea; mit Klaus Wienerroither

13.06. Ö1 20:55 Ö1 Kunstsonntag: Milestones – Federleichter, spritziger Rock-Jazz: Chick Corea. Chick Corea & Return to Forever: “Light as a Feather” (1972). Am 12. Juni hätte der am 9. Februar 2021 überraschend verstorbene Chick Corea seinen 80. Geburtstag gefeiert. Also sei an einen seiner bedeutendsten Karriere-Meilensteine erinnert: “Light as a Feather”, das zweite Album von Coreas berühmter Rock-Jazz-Formation Return to Forever, zählt nicht nur durch die eingängigen Kompositionen des Bandleaders – darunter sein größter Hit “Spain” – zu den bekanntesten Alben des Rock Jazz. Mit Sängerin Flora Purim, Flötist und Saxofonist Joe Farrell, dem zum Zeitpunkt der Aufnahme im Oktober 1972 erst 21-jährigen Bassisten Stanley Clarke sowie Perkussionist Airto Moreira zelebrierte Return to Forever eine spritzig federnde, latinesk pulsierende, fast kammermusikalische Spielart der Fusion Music, mit Coreas warmem Fender-Rhodes-E-Piano-Sound im Zentrum: Das war doch eine Antithese etwa zur dezibelträchtigen, rockigen Energie von John McLaughlins Mahavishnu Orchestra. Fast 50 Jahre später hat die Musik von “Light as a Feather” nichts von ihrem filigranen, farbenreichen Zauber verloren. Und sei zur posthumen Feier von Chick Coreas rundem Geburtstag aus dem Regal geholt; mit Andreas Felber

14.06. Ö1 19:30 On stage – Streichquartett statt Extremschrammeln: Roland Neuwirth. Roland Neuwirth & radio.string.quartet beim Schrammelklang-Festival 2020. Mit seinen berühmten Extremschrammeln hat Roland Neuwirth im Herbst 2016 nach über 40 Jahren seinen Bühnenabschied gegeben. Glücklicherweise finden sich seither immer wieder Gründe, den mittlerweile 70-jährigen Pionier der Wienerlied-Renaissance aus dem Ruhestand zu holen: 2020 etwa durch die Zusammenarbeit mit dem radio.string.quartet in Gestalt von Bernie Mallinger und Igmar Jenner (Violinen), Cynthia Liao (Viola) und Sophie Abraham (Violoncello). Am 10. Juli letzten Jahres absolvierte das einst mit Mahavishnu-Orchestra-Adaptionen bekannt gewordenen Ensemble im Rahmen des Schrammelklang-Festivals im Litschauer Herrenseetheater einen grandiosen Auftritt mit kunstvollen, stiloffenen Streichquartett-Bearbeitungen der Lieder Roland Neuwirths, mit dem Maestro selbst als Sänger. Marlene Schnedl präsentiert die Höhepunkte des denkwürdigen Abends; mit Marlene Schnedl

18.06. Ö1 14:05 In Concert – Zum 25. Todestag von Ella Fitzgerald: Ella Fitzgerald und Roy Eldridge 1964 in Japan. Anlässlich des 25. Todestages von Ella Fitzgerald am 15. Juni 2021 widmet sich In Concert der US-amerikanischen Ausnahmesängerin, die zeit ihrer Karriere für unvergessliche Konzerterlebnisse sorgen konnte. Im Jänner 1964 gastiert Ella mit dem Quartett des Trompeters Roy Eldridge in Japan. Der Impresario und Produzent Norman Granz lässt zwei Konzerte aufnehmen und plant die Veröffentlichung eines Livealbums namens “Ella in Nippon”. Dieser Tonträger bleibt allerdings jahrzehntelang unveröffentlicht liegen und wird erst 2011 posthum herausgegeben. Ella Fitzgerald wartet hier mit einer bewährten Mischung von Songs aus dem “Great American Songbook” auf, singt aber auch eine großartig swingende Version von Ray Charles’ “Hallelujah I Love Her So“; mit Klaus Wienerroither

19.06. Ö1 23:10 Die Österreich 1 Jazznacht – Hammond-Organistin Barbara Dennerlein Goes Bigband! Barbara Dennerlein und Alex Ehrenreich im Interview, Dave Weckl Band 2002 in Hollywood. Am Abend vor ihrem Gastspiel mit der Bigband von Saxofonist Alex Ehrenreich im Wiener Jazzclub Porgy & Bess beehrt mit Barbara Dennerlein eine der renommiertesten europäischen Hammond-B3-Organistinnen das Jazznacht-Studio. Sie und Alex Ehrenreich plaudern mit Frank Hoffmann über die Entstehung des gemeinsamen Orchester-Projekts, für das Torsten Maaß und Peter Lehel als Arrangeure der Musik Dennerleins gewonnen werden konnte, sowie über separate Karrierepläne. Im Anschluss erklingt Live-Musik der dynamischen Band von Drummer Dave Weckl. Diese gastierte am 17. Dezember 2002 im Club Catalina Bar & Grill in Hollywood, Kalifornien, besetzt mit den Trompetern Jerry Hey und Gary Grant, Posaunist Bill Reichenbach, den Saxofonisten Gary Meek und Brandon Fields sowie Steve Weingart (Keyboards) und Tom Kennedy (E-Bass); mit Frank Hoffmann

20.06. Ö1 00:05 Die Österreich 1 Jazznacht – Hammond-Organistin Barbara Dennerlein Goes Bigband! (Fortsetzung)

20.06. Ö1 19:34 Ö1 Kunstsonntag: Radiosession – Ein kammermusikalisches Gespräch zwischen Trompete und Klavier. Das Duo Jörg Leichtfried/Dominik Fuss im Studio 2 des Wiener Funkhauses. „Wie zwei Spielkarten, die sich aneinander lehnen, um ein stabiles rhythmisches und interagierendes Konstrukt zu ergeben”: So beschreibt Pianist Jörg Leichtfried das Duoprojekt, in dessen Rahmen er sich mit Trompeter und Flügelhornist Dominik Fuss auf die Suche nach musikalischen Symbiosen begibt. Die beiden erforschen die Grenzgebiete zwischen Jazztradition, klassischer und zeitgenössischer Musik und finden dabei ihre eigene Klangsprache innerhalb ihres Repertoires, welches hauptsächlich aus Eigenkompositionen besteht. Die Freiheit, die das Duoformat mit sich bringt, wissen Fuss und Leichtfried zu nützen, indem sie in großen Bögen denken und der langsamen Entfaltung musikalischer Ideen Raum geben. Das Debütalbum der beiden namens “Little tales of light and sorrow” ist heuer auf ART Records veröffentlicht worden; mit Klaus Wienerroither

20.06. Ö1 20:55 Ö1 Kunstsonntag: Milestones – Als Pianist Erroll Garner und Fortuna vierhändig spielten. Erroll Garner: “Concert by the Sea” (1956). Am 15. Juni 2021 hätte Erroll Garner seinen 100. Geburtstag gefeiert. Die Milestones würdigen ihn mit der Präsentation der 1956 erschienenen LP “Concert by the Sea”, dem gekürzten Livemitschnitt seines Konzerts vom 19. September 1955 im kalifornischen Ort Carmel-by-the-Sea, der unerwarteterweise, jedoch mit gutem Grund zu Garners bekanntester, erfolgreichster und wichtigster Veröffentlichung werden sollte. In funkensprühender Höchstform und wie berauscht spielte sich Garner durch bekannte Standards der 30er, 40er und 50er Jahre und ließ auf den Klaviertasten stellenweise eine ganze Big Band erklingen. Seine Improvisationskaskaden waren für die Triopartner, Schlagzeuger Denzil Best und Bassist Eddie Calhoun, folglich keine kleine Herausforderung. Eine Aufnahme oder gar Veröffentlichung dieses Konzerts war nicht geplant. Doch Fortuna sorgte dafür, dass der Tontechniker zufällig ein Band mitlaufen ließ und dieser magische Moment der Jazzgeschichte eingefangen wurde; mit Michael Neuhauser

21.06. Ö1 19:30 On stage – Österreichs Indie-Jazz-Pop-Allstars: 5K HD live: 5K HD bei den INNtönen 2020. Seit sich die aktuell auch in der Band My Ugly Clementine aktive Sängerin Mira Lu Kovacs mit den bereits durch das Quartett Kompost 3 amtsbekannten Herren Martin Eberle (Trompete), Benny Omerzell (Keyboards), Manu Mayr (Bass) und Lukas König (Schlagzeug – ihm ist inzwischen Andreas Lettner nachgefolgt) 2016 zum Quintett 5K HD zusammen geschlossen haben, verfügt Österreichs Musikszene über eine international erfolgreiche Indie-Band, die im Pop-Kontext ebenso reüssiert wie auf Jazzfestivals. Am 16. August 2020 bestritt das Wiener Ensemble das Finale der Corona-Pandemie-bedingt erstmals als Open-air-Festival abgehaltenen INNtöne auf Paul Zauners Buchmannhof, inmitten der sanft gewellten Wiesen und Wälder des oberösterreichischen Sauwalds. Jörg Duit präsentiert das vom Publikum begeistert aufgenommene Konzert.

25.06. Ö1 14:05 In Concert – Brückenschläge zwischen Orient und Okzident: Rabih Abou-Khalil. Das Rabih Abou-Khalil Quintett 2015 beim Festival “Grenzenlos” in Murnau. 2015 stand das beliebte Festival “Grenzenlos” im bayerischen Murnau unter dem Motto “Fabulieren”. Und niemand hätte für dieses Festival ein besseres Abschlusskonzert liefern können als das Quintett von Rabih Abou-Khalil. Denn: Abou-Khalil ist nicht nur Oud-Virtuose, sondern auch ein großartiger Moderator und Geschichtenerzähler. Zudem steht der libanesische Musiker für bilderreiche Brückenschläge zwischen Orient und Okzident, zwischen klassischer arabischer Musik und Jazz, Tradition und Moderne. Gemeinsam mit dem portugiesischen Fado-Sänger Ricardo Ribeiro, dem sardischen Sopransaxofonisten Gavino Murgia, dem italienischen Akkordeonisten Luciano Biondini und dem US-amerikanischen Perkussionisten Jarrod Cagwin gelang dies Rabih Abou-Khalil an jenem 18. Oktober 2015 in Murnau in wunderbarer Weise; mit Helmut Jasbar

25.06. Ö1 19:30 Jazztime – Der Zauber des Choro: Emiliano Sampaio. Emiliano Sampaio und Meretrio zu Gast im Wiener Funkhaus. Vor 150 Jahren entstand der Choro, die erste urbane Musik Brasiliens, in Salons und auf der Straße – und sie fasziniert bis heute durch Leichtigkeit und Witz, den Charme der Melodien und die Leidenschaft der Musiker/innen. Noch nicht ganz so lange existiert die Band Meretrio, gegründet 2004 in São Paulo, von der Kritik aber schon hoch gelobt. Ihr jüngstes Album “Choros” widmen Emiliano Sampaio (Gitarre und Posaune), Gustavo Boni (Bass) und Luis André (Schlagzeug) den Pionieren des Choro – und erweisen sich als ebenso einfallsreiche, raffinierte und humorvolle Nachfolger; mit Johann Kneihs

26.06. Ö1 23:03 Die Österreich 1 Jazznacht – Gitarrist & Sänger Norbert Schneider Goes Jazz! Norbert Schneider im Interview, Trio Infernal bei der Jazzwerkstatt Graz 2016. Norbert Schneider beehrt das Jazznacht-Studio. Der Gitarrist und Sänger hat dem Jazz eine Liebeserklärung auf Vinyl gemacht: “Mondsüchtig” heißt das charmante Trioalbum, das der mehrfache Amadeus-Preisträger 2020 mit dem Posaunisten Georg Schrattenholzer und dem Kontrabassisten Georg Buxhofer ohne technischen Firlefanz, dafür ganz analog eingespielt hat. Norbert Schneider ist Jahrgang 1979, stammt aus dem Weinviertel und liebt den “g’schlapften Rhythmus des Wellengangs beim Donaustrand.” Verena Göltl fragt nach, wie der Dialektsänger auf den Jazzgeschmack gekommen ist, und worauf Norbert Schneider in seinen Songs besonderen Wert legt. Mit dem Trio Infernal kann man sich im nächtlichen Ö1-Konzertmitschnitt aus der Zeit träumen. Am 12. April 2016 gastierten Christian Bakanic (Akkordeon), Christian Wendt (Bass) und Jörg Haberl (Schlagzeug) im Grazer Orpheum Extra, im Rahmen des Festivals der hiesigen Jazzwerkstatt. Drei Musiker, die einander und dem Publikum Einiges zu sagen haben: Aufmerksam wird auf jeden noch so feinen melodisch-rhythmischen Wimpernschlag des anderen reagiert. Jeder Einzelne ist in seiner instrumentalen Kunstfertigkeit selbstbewusst und sensibel genug, dem anderen alles an Raum und Virtuosität zu gönnen. Ein infernalisch gutes Trio, das die Kunst des gemeinsamen Musizierens zelebriert, und dessen Mitglieder sich gegenseitig elegant die Bälle zuspielen; mit Verena Göltl

27.06. Ö1 00:05 Die Österreich 1 Jazznacht – Gitarrist & Sänger Norbert Schneider Goes Jazz! (Fortsetzung)

27.06. Ö1 19:34 Ö1 Kunstsonntag: Radiosession – Die Kunst des Jazzklaviertrios: Trio Eledone im Studio 2 des Wiener Funkhauses. Die edle Kunst des Jazzklaviertrios kann auf eine Vergangenheit verweisen, die nur so strotzt von legendären Musiker/innen und unvergesslichen Alben. Die Emanzipation von Kontrabass und Schlagzeug gegenüber dem Klavier hat schon bei Bill Evans’ frühen Aufnahmen gezeigt, wie elegant und zugleich dicht und spannungsvoll Trio-Jazz klingen kann. Das junge Trio Eledone rund um den oberösterreichischen Pianisten Jonas Kastenhuber verfügt schon jetzt über vielversprechende Ansätze, dieser großen Tradition zu folgen. Mit seinen beiden Gefährten Alexander Matheis (E-Bass) und Jakob Gschwandtner (Schlagzeug) musiziert Kastenhuber geschmackssicher und intensiv. Die Hierarchie von Soloinstrument und Begleitung ist weitgehend aufgehoben und weicht spontaner Interaktion auf Augenhöhe; mit Helmut Jasbar

27.06. Ö1 20:55 Ö1 Kunstsonntag: Milestones – Ein Hardbop-Meilenstein von Trompeter Freddie Hubbard. Freddie Hubbard: “Ready for Freddie” (1961). Im August 1961 nimmt der damals 23-jährige Trompeter Freddie Hubbard mit einem hochkarätigen Ensemble sein viertes Soloalbum “Ready for Freddie” auf. Zusammen mit Saxofonist Wayne Shorter, Eufoniumspieler Bernard McKinney, Pianist McCoy Tyner, Kontrabassist Art Davis und Schlagzeuger Elvin Jones gelingt Hubbard das vielleicht beste Album seiner imposanten Karriere. Mit Ausnahme eines Jazzstandards und einer Nummer von Wayne Shorter stammen alle Kompositionen vom Bandleader, die Combo klingt wie aus einem Guss und alle Beteiligten liefern grandiose Solobeiträge ab – wobei Hubbard am Höhepunkt seiner Kunst ideentechnisch noch das sprichwörtliche “Schäuferl” nachlegt. Das 1962 veröffentlichte Album wurde vom einflussreichen Jazzkritiker Scott Yanow in dessen Liste essentieller Hardbop-Alben aufgenommen; mit Klaus Wienerroither

28.06. Ö1 19:30 On stage – Entwurzelte Stimmen, hörbar gemacht: “Refugees for Refugees” bei Glatt & Verkehrt 2019. Flucht und Migration bringen nicht nur Entwurzelung mit sich, sondern bedeuten auch oft, dass kreative Stimmen in der neuen Heimat ungehört und unsichtbar bleiben. Als Reaktion darauf vereinte die Brüsseler World-Music-Plattform Muziekpublique im Zuge der Flüchtlingswelle, die 2015 nach Europa schwappte, rund 20 Musiker und Musikerinnen aus Tibet, Pakistan, Afghanistan, Irak und Syrien, um das Projekt “Refugees for Refugees” ins Leben zu rufen. Und als Folge der Aufnahme der CD “Amerli”, die im Mai 2016 veröffentlicht wurde, formierte sich unter der Leitung des belgischen Oud-Spielers Tristan Driessens ein zehnköpfiges Ensemble, das unter demselben Namen seither durch Europa tourt. Im Februar 2019 erschien das zweite Album “Amina”, das den expressiven Gesang u. a. von Aren Dolma und Kelsang Hula (Tibet), Fakher Madallal (Syrien) und Mohammad Aman Yusufi (Afghanistan) wie auch die Künste des großartigen syrischen Oud-Spieler Tareq Alsayed Yahya in berührender Weise zur Entfaltung kommen lässt. Am 27. Juli 2019 demonstrierte das “Refugees for Refugees”-Ensemble im Rahmen der Österreich-Premiere bei Glatt & Verkehrt in Krems, dass das Programm auch live unter die Haut geht. Marlene Schnedl präsentiert das vom Publikum heftig akklamierte Konzert; mit Marlene Schnedl

SRF 2 Kultur (Schweizer Radio und Fernsehen)

01.06. SRF2 20:00 Jazz & World aktuell; mit Peter Bürli

01.06. SRF2 21:00 Jazz Collection – Irène Schweizer

04.06. SRF2 21:00 Jazz & World aktuell (Z); mit Peter Bürli

04.06. SRF2 22:00 Late Night Concert – Living Past – Irène Schweizer; mit Roman Hosek

05.06. SRF2 17:00 Jazz Collection (W) – Irène Schweizer

08.06. SRF2 20:00 Jazz & World aktuell; mit Roman Hosek

08.06. SRF2 21:00 Jazz Collection – Charlie Watts

11.06. SRF2 21:00 Jazz & World aktuell (Z); mit Roman Hosek

11.06. SRF2 22:00 Late Night Concert – Andreas Tschopp Bubaran am Jazz Festival Schaffhausen 2020; mit Jodok Hess

12.06. SRF2 17:00 Jazz Collection (W) – Charlie Watts

15.06. SRF2 20:00 Jazz & World aktuell; mit Annina Salis

15.06. SRF2 21:00 Jazz Collection – Eroll Garner

18.06. SRF2 21:00 Jazz & World aktuell (W); mit Annina Salis

18.06. SRF2 22:00 Late Night Concert – Nicolas Masson am Jazz Festival Schaffhausen 2020; mit Jodok Hess

19.06. SRF2 17:00 Jazz Collection (Z) – Eroll Garner

22.06. SRF2 20:00 Jazz & World aktuell; mit Roman Hosek

22.06. SRF2 21:00 Jazz Collection – Marilyn Monroe

25.06. SRF2 21:00 Jazz & World aktuell (Z); mit Roman Hosek

25.06. SRF2 22:00 Late Night Concert – Heiri Känzig Traveling am Jazz Festival Schaffhausen 2020; mit Roman Hosek

26.06. SRF2 17:00 Jazz Collection (Z) – Marilyn Monroe

29.06. SRF2 20:00 Jazz & World aktuell; mit Peter Bürli

29.06. SRF2 21:00 Jazz Collection – Maria Joao

SWR 2 Fast alle Jazz-Sendungen von SWR2 können Sie als Audio on Demand 7 Tage online nachhören. Das geht auch mit der kostenlosen SWR2-App. Auf SWR2.de/jazz finden Sie außerdem Musik- listen und weitere Informationen zu unserem Programm. Und Mo – Sa 17:50 – 18:00 UHR: Jazz vor sechs – täglich Jazz. Entdeckungsfreudig oder klassisch – wir präsentieren aktuelle Veröffentlichungen sowie Aufnahmen aus unserem Archiv. ARD Radio-Festival ab 28.06.: s. oben, Programm HR2

01.06. SWR2 21:05 SWR2 Jazz Session – Wilde Señora: Irène Schweizer zum 80. Geburtstag. Irène Schweizer gilt als die Grande Dame des europäischen Free-Jazz-Pianos. Geboren wurde sie am 2. Juni 1941 in Schaffhausen in der Schweiz. Im Gasthof ihrer Eltern begann sie als junges Mädchen erst mit dem Schlagzeug- und später dann mit dem Klavierspiel. Early Jazz, die Musik der südafrikanischen Band Blue Notes und das freie Spiel prägten ihre Handschrift als Musikerin – die nicht nur eine Pionierin, sondern eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten des europäischen Free Jazz ist. Zu ihrem 80. Geburtstag senden wir Solo-Aufnahmen von Schweizers Konzert beim Festival Enjoy Jazz 2016; mit Julia Neupert

03.06. SWR2 23:03 NOWJazz MagazinNeues aus der Welt des Jazz wird im NOWJazz Magazin von SWR2 regelmäßig präsentiert. Wie immer erwarten Sie in dieser Sendung Informationen über bevorstehende Events, Rezensionen über Festivals, Buchbesprechungen und jede Menge brandneuer Alben; mit Thomas Loewner

04.06. SWR2 23:03 NOWJazz – Fürs Ohr im Labor: Wie Jazzmusiker*innen Hörspiele ausgestalten. In Hörspielen erklingt Musik als Geräuschkulisse, für die Erzeugung von Atmosphären, als eigenständige Klangkunst oder als Partnerin des gesprochenen Worts. Was reizt Jazzmusiker*innen daran, für dieses Medium zu komponieren und Ausdrucksmittel jenseits der eigenen Bühnenpräsenz zu finden? Welches Verhältnis besteht dabei zwischen Produktion und Improvisation, zwischen Autor*in und Musiker*in? Die Sendung stellt musikalische Protagonist*innen und ihr Schaffen im Bereich Hörspiel vor; mit Franziska Buhre

05.06. SWR2 09:05 SWR2 Musikstunde – Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik, ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusiker*innen, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer “global language” geworden. “Jazz across the border” hört auf unterhaltsam-informative Weise hin; mit Günther Huesmann

05.06. SWR2 22:03 SWR2 Jazztime – Piano-Trio in den Pop-Charts: Der Pianist Ramsey Lewis. Fast ein Jahrzehnt gab es das Ramsey Lewis Trio schon, als es 1964 völlig überraschend einen Titel in den Pop-Charts landete. Man stelle sich vor: Ein angejahrter Song in einer reinen Instrumentalversion, von einer Jazzband live im Jazzclub aufgenommen, mit Improvisation! Und es blieb nicht bei dem einen Stück. Auf „Something You Got“ folgte „The ‘In’ Crowd“, dann kamen „Hang On Sloopy“ und „A Hard Day’s Night“. Das Trio um den Pianisten Ramsey Lewis hatte zufällig ein Hit-Rezept entdeckt. Die Kehrseite der Medaille: Über dem Erfolg zerbrach 1966 die langjährige Freundschaft der drei Musiker; mit Hans-Jürgen Schaal

08.06. SWR2 20:05 SWR2 Jazz Session – Jazz bei den Donaueschinger Musiktagen (4) Piano Piano – Mit Pianist*innen durch die Geschichte des Festivals. Die Donaueschinger Musiktage feiern in diesem Jahr ihr 100. Jubiläum. 1921 wurde das Festival „zur Förderung zeitgenössischer Tonkunst“ gegründet, ein halbes Jahrhundert später bekam der zeitgenössische Jazz hier einen regelmäßigen Spot. In den Monaten vor dem Musiktage-Jubiläum im Oktober präsentieren wir einen Querschnitt der historischen Jazzkonzerte in Donaueschingen. Heute gibt es ein Wiederhören mit einer Reihe von Pianist*innen; unter anderen dabei: Howard Riley, Marilyn Crispell, Sylvie Courvoisier, Georg Graewe und das Duo Iana mit Christine Wodrascka und Betty Hovette; mit Julia Neupert

10.06. SWR2 20:05 NOWJazz – Nordische Klang-Poeme – Der Pianist Ketil Bjørnstad. Er ist ein Mann der Künste. Der Norweger Ketil Bjørnstad begann seine Laufbahn als Musiker im Bereich der Klassik und fand im Jazz zu einem eigenen Ausdruck, geprägt von Lyrik und Nachdenklichkeit. Dabei profilierte er sich als Solopianist sowie mit einer Vielzahl, oft in kammermusikalischen Farben wechselnder Spielkonstellationen. Der auch als Schriftsteller auf große Resonanz stoßende Musiker verfasste unter anderem Romanbiografien über Edvard Grieg und Edvard Munch. Sein literarisches Schaffen wirkt oft wie vom Klang der Melancholie durchzogen, während sein Klavierspiel eindrucksvoll die Bilderwelt und das Licht des Nordens reflektiert; mit Bert Noglik

11.06. SWR2 23:03 NOWJazz – Mouthfull of Ecstasy: Der Vokalist Phil Minton. Phil Minton ist der vielleicht berühmteste und berüchtigtste Stimmkünstler der freien Improvisation. Begonnen hat er als Trompeter und Sänger in britischen Jazzensembles, etwa dem Mike Westbrook Orchestra. Ab Mitte der 1970er-Jahre hat er in einer Reihe von Soloarbeiten sein radikal erweitertes Vokabular entwickelt, in schrille Höhen und grummelnde Tiefen, ins Cartoonhafte und ins „Scatologische“. Und alles im schnellen Wechsel. Oft bringt Phil Minton auch literarische Texte, etwa von James Joyce, in seine Musik ein. Eine Musik von singulärer Intensität; mit Niklas Wandt

12.06. SWR2 22:03 SWR2 Jazztime – The Most Happy Piano: Zum 100. Geburtstag von Erroll Garner. „The Most Happy Piano“: So heißt ein Album eines vor Spielfreude nur so strotzenden Musikers, dessen tönender Optimismus und ansteckender swing ihn zu einer der populärsten Größen des Jazz machte: Erroll Garner. Spitzname des 1,57 Meter großen Mannes, der stets auf einem dicken Telefonbuch saß, war „Little Elfie“: kleiner Kobold. Seine abenteuerlichen Einleitungen waren genauso legendär wie seine einzigartige Rhythmik. Kaum jemand verstand es so brillant, Freigeist und Entertainment zu vereinen. Erinnerungen an einen originellen Virtuosen, dessen Geburtstag sich in drei Tagen zum 100. Mal jährt; mit Karsten Mützelfeldt

15.06. SWR2 21:05 SWR2 Jazz Session – My Favorite Discs. Persönliche Lieblingsalben aus der älteren oder jüngeren Jazzgeschichte werden in der Reihe „My Favorite Discs“ regelmäßig vorgestellt: von den Autorinnen und Autoren unserer SWR2-Jazzredaktion. Legendäre Klassiker oder weniger bekannte Favoriten – warum gerade ein bestimmtes Album sie so beeindruckt hat, erklären sie in dieser Sendung; mit Gerd Filtgen

17.06. SWR2 23:03 NOWJazz – Calls For Action: Die Projekte des New Yorker Kontrabassisten Harish Raghavan. Harish Raghavan wurde als Sohn tiefreligiöser, aus Südindien stammender Eltern in Illinois geboren. Er spielte zunächst die Mridangam-Trommel, ehe er seinem älteren Bruder nacheiferte und zu seinem Hauptinstrument fand. Heute zählt der in New York lebende 38-Jährige zu den gefragtesten Bassisten der amerikanischen Jazzszene, er wurde schon von Charles Lloyd und Ambrose Akinmusire engagiert. 2019 erschien Raghavans Aufsehen erregendes Solo-Album „Calls For Action“; mit Ssirus W. Pakzad

18.06. SWR2 23:03 NOWJazz – Freies Spiel und Kollektivkomposition. Der Schweizer Kontrabassist Peter K. Frey. Peter K. Frey mag hierzulande weniger bekannt sein als seine einstige WG-Kollegin Irène Schweizer. Aber auch er gilt als wichtiger Pionier des freien Spiels in der Schweiz. In den 1970er-Jahren gründete er mit Michel Seigner und Alfred Zimmerlin das Trio Karl ein Karl, in dem die Drei aufwendige Kollektivkompositionen entwickelten. Sein Kontrabass-Duo mit Daniel Studer versprüht immer noch Energie. Nicht zuletzt ist Frey über Jahre hinweg ein Lehrender gewesen. Und er war aktiv in der Reflexion über freies Improvisieren als Mitorganisator der Improvisationstagungen Luzern. Alles Gute zum 80sten!; mit Nina Polaschegg

19.06. SWR2 22:03 SWR2 Jazztime – Pionier der Weltmusik: Zum 100. Geburtstag des Klarinettisten Tony Scott. Eigentlich war die Klarinette im Jazz der 1950er Jahre abgemeldet. Doch Tony Scott (1921-2007) gelang es, sich mit diesem Instrument im Bebop und Cool Jazz ganz nach vorne zu spielen. Früh erwachte bei ihm aber auch ein Interesse an anderen Musikkulturen. Zunehmend begann er, orientalische und Balkan-Elemente in sein Klarinettenspiel einzubauen. 1959 verließ er die USA und bereiste ausgiebig Afrika und Asien. In der Folgezeit kombinierte er seine Klarinette mit den „exotischen“ Klangfarben von Koto, Sitar, Oud, Shakuhachi oder Gamelan-Instrumenten und wurde zu einer Galionsfigur der „World Music“; mit Hans-Jürgen Schaal
22.06. SWR2 21:05 SWR2 Jazz Session – Future Folk: Beyond w/ Bernhardt und Dumama & Kechou beim Jazzfest Berlin 2020. Das Jazzfest Berlin präsentierte mit den zwei Projekten, die in dieser Jazz Session zu hören sind, zwei ganz unterschiedliche Varianten progressiver Folk-Sounds: Beyond w/ Bernhardt ist das Zusammentreffen eines Jazzensembles mit der Theaterkomponistin Friederike Bernhardt, für das Jazzfest ergänzt um ein traditionelles Mandolinenquartett aus Sachsen-Anhalt und den Elektronik-Musiker The Micronaut. Das südafrikanische Duo Duma & Kechou beschränkt sich dagegen in der Wahl seiner Mittel auf Stimme, Gitarre, Perkussion und Elektronik. Daraus entsteht eine ruhig fließende, meditative Musik; mit Thomas Loewner
24.06. SWR2 23:15 NOWJazz – Simplify Your Life! Der Minimalismus des Saxofonisten Sam Gendel. Schnelle Sprints sind seine Sache nicht. Sam Gendel spielt ein extrem entschleunigtes Saxofon, dessen Klang er oft elektronisch verfremdet. Der in Los Angeles lebende Musiker schockte die Jazzwelt 2020 mit bizarren Neu-Interpretationen berühmter Jazz-Standards. Bekannt wurde er im Umfeld der kalifornischen Indie-Pop-Funk-Band Knower. Auf seinem dreistündigen Werk “Fresh Bread” scheint Sam Gendel den Sound des Saxofons zwischen Ambient, Electronica und Vintage-Jazz regelrecht verdampfen zu wollen. Ein Scharlatan? Oder ein Visionär? Mit Günther Huesmann

25.06. SWR2 23:03 NOWJazz – Sonic Wilderness. Diese Reihe auf dem freitäglichen NOWJazz Update Sendeplatz führt in abenteuerliche Zwischenwelten des Jazz. Ob Improv, Electronica, Klangkunst, Noise oder Rock – für die atmosphärischen Mixes gibt es nur eine Regel: Die Lust am musikalischen Abenteuer muss hörbar sein; mit Ulrich Kriest und Julia Neupert

Fernsehen/TV

Arte

03.06. arte 05:00 Melody Gardot: From Paris with Love. Melody Gardot ist wohl die französischste aller amerikanischen Jazzdiven. Fünf Jahre lang mussten sich ihre Fans gedulden, Ende 2020 präsentierte sie endlich ihr neues Album “Sunset in the Blue”. Darin begeistert sie mit einem Mix aus neuinterpretierten Standards und Eigenkompositionen. Im legendären Studio 104 der Maison de Radio France stellt Gardot eine symphonische Fassung ihres Albums vor, begleitet vom Orchestre Philharmonique de Radio France. Ein überwältigendes Musikerlebnis, das Genregrenzen verschmelzen lässt: von Folk über Bossa Nova bis hin zu Jazz-Klassikern. Bereits ihr Name – eine Mischung aus Garbo und Bardot – weckt Vorfreude auf eine samtweiche Stimme. Mit ihrem aktuellen Album “Sunset in the Blue” erfüllt Melody Gardot diese Erwartung vollauf: In den zwölf gefühlvollen Titeln ruht eine wunderbare Melancholie, die die Seele berührt. Das neueste Opus der Musikerin vereint große Standards (“Moon River”, “If You Love Me”) und Eigenkompositionen. Bei ihrem Auftritt im Dezember 2020 im Studio 104 der Maison de Radio France präsentiert sie eine symphonische Fassung ihres Albums, die sich in die Tradition Duke Ellingtons und des amerikanischen Schlagers einreiht. Begleitet von einem Jazzquartett und 40 Musikern des Orchestre Philharmonique de Radio France unter der Leitung von Dylan Corlay interpretiert die vielgeschätzte Grande Dame des Jazz Stücke über die Liebe. Dabei kommen nicht nur Jazzliebhaber auf ihre Kosten, denn ihr eindrucksvolles Repertoire umfasst Einflüsse aus Jazz, Folk, Bossa Nova und anderen Genres. Mit fließenden Swing-Rhythmen und viel Feingefühl entführt ihre sanfte, sinnliche Stimme auf eine bewegende Reise in dieses facettenreiche Klanguniversum. Aufgrund der Corona-Beschränkungen wurden die Sitzreihen des Konzertsaales nicht besetzt. Trotzdem gelingt es der Sängerin, mit ihren sentimentalen Balladen das Publikum zuhause zu verzaubern. Ein überwältigendes Musikerlebnis, das Genregrenzen verschmelzen lässt und eine zarte Nähe zwischen Gardot und dem Publikum schafft.

HR Fernsehen

04.06. hr Fernsehen 03:00 Bühne frei! Das Konzert Bühne frei! Tango Transit | hr-fernsehen. Jazz aus Bad Nauheim. “Tango Transit” sind drei Musiker, die als Vertreter des “neuen, deutschen Jazz” gefeiert werden. Während des Lockdowns haben sie die Muße gefunden, sich auf das aktuelle Album “German Songbook” vorzubereiten, welches sie im April 2021 aufgenommen haben. Einschalten! Unterstützen! Freude teilen! Lichtblick

WDR Fernsehen

10.06. WDR Fernsehen 23:30 Jazzline: Moers50

11.06. WDR Fernsehen 23:30 Jazzline: Moers50

Mehr Informationen lagen uns bei Redaktionsschluss nicht vor.