JAZZTHETIK Radio-Termine und TV-Tipps – Oktober 2026 Online

 

 

Bayerischer Rundfunk – Bayern 2

04.10. BR2 00:03 ARD Jazz. Die Nacht: Legendärer Rundfunkworkshop – 60 Jahre SWR NEWJazz Meeting; Moderation: Julia Neupert (SWR)

11.10. BR2 00:03 Bayern 2 Radiojazznacht; mit Marcus Woelfle

18.10. BR2 00:03 Bayern 2 Radiojazznacht; mit Peter Veit

25.10. BR2 00:03 Bayern 2 Radiojazznacht; mit Marcus Woelfle

 

Bayerischer Rundfunk – BR Klassik

 

01.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Mareike Wiening Quintett – Mitschnitt aus dem Jazzclub Bamberg vom 25. April 2026; Moderation und Auswahl: Henning Sieverts

02.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Hörkrimi für zwei mit unendlichen Klangmöglichkeiten:

Pianistin Marta Warelis und Kontrabassist Ingebrigt Håker Flaten am 8. Mai 2026 beim „Jazz+“- Minifestival in der Seidlvilla in München. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

03.10. BR Klassik 18:05 Jazz und Mehr – Wir gehören zusammen: Jazz und Klassik mit ganz viel Zusammengehörigkeitsgefühl am Tag der Deutschen Einheit. Musik von Philipp Schiepek und Lorenz Widauer, Fanny Hensel, Elina Duni und Rob Luft u.a. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

05.10. BR Klassik 22:03 ARD Jazz. Spotlight – Die Saxofonistin Camila Nebbia ist weit gereist und hinterlässt auf ihrem Weg durch die improvisierte Musik begeisterte Mitmusiker*innen und geöffnete Ohren. Konrad Bott (SWR) porträtiert die Argentinierin.

06.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – „Songs und Sounds: Hier, dort und überall“: Mit Aufnahmen von Philipp Schiepek, Jon Batiste, Lisa Wahlandt, Matt Carmichael, Martín Iaies und anderen. Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann

07.10. BR Klassik 19:03 Classic Sounds In Jazz – Watching the world: mit Jazzklassikern auf die Welt blicken: Aufnahmen von Louis Armstrong, den Boswell Sisters, Ella Fitzgerald, Bill Frisell, Lionel Hampton, John Hendricks, den Jazz Crusaders, Jeanne Lee & Ran Blake, Marion Rampal, Django Reinhardt und dem Quintette du Hot Club de France, Cécile McLorin-Salvant und Zoot Sims. Moderation und Auswahl: Beate Sampson

07.10. BR Klassik 22:03 ARD Jazz. Das Magazin – Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen! Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer (BR)

08.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Moderation und Auswahl: Ssirus. W. Pakzad

09.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – BR Clubkonzert im Bergson Kunstkraftwerk: Das Katharina Pfeifer Project:Mit Katharina Pfeifer (Tenorsaxophon), Nicole Klimas (Klavier), Susi Lotter (Kontrabass), Korbinian Bauer (Schlagzeug) und special guest: Terri Lyne Carrington (Schlagzeug). Aufnahme vom 8. Juli 2026 im Bergson Kunstkraftwerk. Moderation und Auswahl: Beate Sampson

10.10. BR Klassik 18:05 Jazz und Mehr – Wasser, Wellen und ein Mönch: Swingende, mitreißende und sanfte Töne von Pianist Thelonious Monk, Komponist Georg Friedrich Händel, Sängerin Astrud Gilberto u.a. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

12.10. BR Klassik 22:03 ARD Jazz. Spotlight – Mit Seele, Groove und Strom – 75 Jahre E-Bass. Moderation: Michael Kuhlmann (WDR)

13.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Neues aus Köln: Mit dem „Jan Schreiner Large Ensemble“, „Matthias Schwengler & Soulcrane“, dem Leon Hattori Quartett und dem Trio „Kurz Ludwig Parzhuber“. Moderation und Auswahl: Henning Sieverts

14.10. BR Klassik 19:03 Classic Sounds In Jazz – Memories of you – Der Jazz erinnert sich. Aufnahmen mit John Coltrane, Bill Evans, Duško Goykovich, Stéphane Grappelli und Barney Kessel, Bobby Hutcherson, Thelonious Monk, Charlie Parker, Oscar Peterson und Dianne Reeves. Moderation und Auswahl: Beate Sampson

14.10. BR Klassik 22:03 ARD Jazz. Das Magazin – Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen! Moderation und Auswahl: Anja Buchmann (WDR)

14.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Die Gewinnerband des 16. Europäischen Burghauser Nachwuchsjazzpreises RENNER mit Bassistin Tabea Kind und den Brüdern Valentin Renner, Schlagzeug, und Moritz Renner, Posaune, in einer Live-Aufnahme vom 18. März 2026 aus Burghausen. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

17.10. BR Klassik 18:05 Jazz und Mehr – „Himmel, Helden, Herzen“: Mit Aufnahmen von Bobo Stenson, Madeleine Peyroux, Skylark, Isabelle Faust und anderen. Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann

19.10. BR Klassik 22:03 ARD Jazz. Spotlight – Hören wir Gutes und reden darüber!; Vol. 67

Neue Jazzalben, vorgestellt im Gespräch: Beate Sampson, Roland Spiegel und Ulrich Habersetzer überraschen sich und Sie mit aktuellen Neuerscheinungen aus dem Jazz.

20.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Neue Duette: mit Mick Goodrick/Fred Hersch, Michael Wollny/Emile Parisien, Elena Duni/Rob Luft und Peter Weniger/Hubert Nuss. Moderation und Auswahl: Henning Sieverts

21.10. BR Klassik 19:05 Classic Sounds In Jazz – „Short and shiny“, mit Aufnahmen von Ella Fitzgerald, Joe Pass, Mick Goodrick, Fred Hersch und anderen. Moderation und Auswahl: Beatrix Gillmann

21.10. BR Klassik 22:03 ARD Jazz. Das Magazin – Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen! Moderation und Auswahl: Niklas Wandt (SWR)

22.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Moderation und Auswahl: Marcus A. Woelfle

23.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Sterne, Gitarre und eine coole Jacke. Groovende Musik von Mike und Leni Stern und ihrer Band und ziemlich unterhaltsame Aussagen der beiden über das Leben, Musik und ein Geburtstagsgeschenk für Miles Davis. Eine Aufnahme vom 18. März 2026 bei der Internationalen Jazzwoche Burghausen. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

24.10. BR Klassik 18:05 Jazz und Mehr – Große Emotion: Viele Menschen, starke Gefühle und packende Töne vom Trio Reis-Demuth-Wiltgen, der Band Shake Stew oder dem Komponisten Louis Moreau Gottschalk. Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

26.10. BR Klassik 22:03 ARD Jazz. Spotlight – vom rbb

27.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Talk & Play: Henning Sieverts im Gespräch und spontanen gemeinsamen Musizieren am Kontrabass mit der Nürnberger Sängerin Agnes Lepp.

28.10. BR Klassik 19:05 Classic Sounds In Jazz – Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

28.10. BR Klassik 22:03 ARD Jazz. Das Magazin – Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen! Mauretta Heinzelmann (NDR)

30.10. BR Klassik 23:03 Jazztime – Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

31.10. BR Klassik 18:05 Jazz und Mehr – Moderation und Auswahl: Ulrich Habersetzer

31.10. BR Klassik 20:03 JAZZFEST Berlin – LIVE – Moderation und Auswahl: (rbb)

Deutschlandfunk

 

01.10. DLF 21:05 Jazz Facts – Neues von der improvisierten Musik; Am Mikrofon: Odilo Clausnitzer

06.10. DLF 21:05 Jazz Live – Delay Lake: Mirna Bogdanović – Gesang; Kalle Kalima – Gitarre; Keisuke Matsuno – Gitarre; Alma Naidu Quartett: Alma Naidu – Gesang, Klavier; Ferdinand Kirner – Gitarre; Florian Stiersdorfer – Bass; Valentin Renner – Schlagzeug; JazzBaltica, Timmendorfer Strand, 27. Juni 2026; Am Mikrofon: Jan Tengeler

08.10. DLF 21:05 Jazz Facts – How to earn money with jazz? Wie Jazzmusiker ihr Geld verdienen; von Anja Buchmann

13.10. DLF 21:05 Jazz Live – Sam Gendel & Sam Amidon: Sam Gendel – Saxofon, Electronics; Sam Amidon – Gitarre, Gesang; Cologne Jazzweek, Dlf Kammermusiksaal, 11. September 2026. Am Mikrofon: Thomas Loewner

15.10. DLF 21:05 Jazz Facts – Wilder Klüngel: Die experimentierfreudige junge Jazz-Szene Kölns; von Odilo Clausnitzer

16.10. DLF 22:05 Milestones Jazzklassiker – 50 Jahre „My Spanish Heart“: Chick Corea feiert spanische Musik… und mehr; am Mikrofon: Michael Rüsenberg

20.10. DLF 21:05 Jazz Live – John Hollenbeck GEORGE: Anna Webber – Saxofon, Flöte; Sarah Rossy – Synthesizer, Gesang; Chiquita Magic – Synthesizer, Gesang; John Hollenbeck – Schlagzeug; Cologne Jazzweek, Dlf Kammermusiksaal, 11. September 2026; am Mikrofon: Jan Tengeler

22.10. DLF 21:05 Jazz Facts – Meister der Rhythmen: Der Perkussionist und Komponist Trilok Gurtu; von Niklas Wandt

27.10. DLF 21:05 Jazz Live – Wadada Leo Smith & Vijay Iyer: Wadada Leo Smith – Trompete; Vijay Iyer – E-Piano, Electronics; Jazzfest Berlin, Haus der Berliner Festspiele, 30. Oktober 2025; am Mikrofon: Odilo Clausnitzer

29.10. DLF 21:05 Jazz Facts – Fragebogen: Gast: Dieter Ilg; am Mikrofon: Thomas Loewner

DLF Konzertaufnahmen

  1. Oktober: Rahel Talts Quartett: Rahel Talts – Klavier; Donatas Petreikis – Saxofon; Mariusz Praśniewski – Bass; Jesper Lørup Christensen – Schlagzeug; Beethoven-Haus Bonn

Deutschlandfunk Kultur

 

02.09. DLF Kultur 00:05 Klangkunst – Kurzstrecke 171. Feature, Hörspiel, Klangkunst – Die Sendung für Hörstücke aus der freien Szene; Moderation: Johann Mittmann und Julia Tieke, Produktion: Autor*innen / Deutschlandfunk Kultur 2026; Neue Hörkunst aus der freien Szene. Heute unter anderem mit einem Stück aus Field Recordings: Schnappschüsse von einem Fährmann und einer Augustinus-Schwester, Geräusche, Loops – akustisches Material entlang 30 Kilometern Main zur Klangkunst montiert. Ungewöhnlich und nicht länger als 20 Minuten: Wir stellen freie, innovative, zeitgemäße Audioproduktionen aus den Genres Feature, Hörspiel und Klangkunst vor. In der aktuellen Ausgabe der Kurzstrecke: Pendeln zwischen B und B, Von Juliana Klein. Katzi an der Grenze: Von Eva Hintermaier und Simon Kalus. Riverloops; Von Denise Ritter

02.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Global; mit Carsten Beyer

05.10. DLF Kultur 20:00 In Concert – Rudolstadt- Festival, Große Bühne, Heinepark; Aufzeichnung vom 3.7.2026: Manu Delago und Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt: Manu Delago, Percussion; Mad About Lemon (Valerie Costa, Mimi Schid, Anna Widauer), Gesang; Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt, Leitung: Oliver Weder. Manu Delago ist ein österreichischer Musiker, Komponist und Percussionist, der das Handpan als Instrument weltweit bekannt gemacht hat. Seine Musik verbindet filigrane Klänge mit elektronischen Beats, Jazz, Klassik und Ambient. Dabei arbeitet er genreübergreifend und stand bereits mit Künstlern wie Björk, Ólafur Arnalds und Anoushka Shankar auf der Bühne. Beim Rudolstadt-Festival war Manu Delago zusammen mit dem Vokal-Trio Mad About Lemon und den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt zu erleben – ein Konzertabend zwischen Intimität und großer Klangarchitektur. Moderation: Carsten Beyer

06.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz; mit Vincent Neumann

09.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Global; mit Olga Hochweis

13.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz; mit Andreas Müller

16.10. DLF Kultur 20:00 Konzert – Donaueschinger Musiktage 2026, Eröffnungskonzert Live aus der Baarsporthalle. Stefan Prins Madness Machines für Orchester und Elektronik: Ugor C Silva, Neues Werk für improvisierende SolistInnen, Orchester und Elektronik; Hannah Kendall : the unfleshed bells of the inaudible für Orchester. Natasha Barrett: The Disenchanted Tranquillity of the Kingdom für Orchester und Elektronik (UA/ Auftrag SWR): Susana Santos Silva, Trompete; Igor C Silva, Elektronik; SWR Experimentalstudio; SWR Symphonieorchester, Leitung: Brad Lubman

16.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Global; mit Thorsten Bednarz

19.10. DLF Kultur 20:00 In Concert – Royal Albert Hall, London; Aufzeichnung vom 28.8.2026. Altin Gün, Derya Yildirim und BBC Symphony Orchestra, Altin Gün: Jasper Verhulst, Bass; Erdinc Ecevit Yildiz, Synthesizer, Saz; Thijs Elzinga, Gitarre; Daniel Smienk, Schlagzeug; Chris Bruining, Percussion, Derya Yildirim, Baglama, Gesang. BBC Symphony Chorus, BBC Symphony Orchestra. Leitung: Jules Buckley. Die Band Altin Gün verbindet anatolische Psychedelia der 70er-Jahre mit Funk, Rock und modernen Grooves. Die Gruppe aus Amsterdam greift aber auch türkische Volkslieder auf und verwandelt sie in hypnotische Dance Tracks. Zwischen Saz, Synthesizern und E-Gitarren entsteht ein einzigartiger Sound, der zugleich nostalgisch und zeitgenössisch wirkt – psychedelisch, funky und wunderbar eigenwillig. Bei den BBC Proms in der Londoner Royal Albert Hall waren Altin Gün zusammen mit der Hamburger Sängerin und Baglama-Spielerin Derya Yildirim zu erleben, begleitet vom BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Jules Buckley. Moderation: Carsten Beyer

20.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz; mit Katrin Wilke

22.10. DLF Kultur 00:05 Neue Musik – Vor 50 Jahren: Donaueschinger Musiktage, Aufzeichnung vom 22./23.Oktober 1976 Tristan Murail: „Mémoire / Érosion“ für Horn und 9 Instrumente (1976). Collectif Musical International 2e2m de Champigny. Leitung: Gilles Mahaud. Paul-Heinz Dittrich: Konzert für Violoncello, Streichquartett und Orchester (1974-1975) SWF-Sinfonieorchester Baden-Baden, Leitung: Ernest Bour. Albert Mangelsdorff, Opus de Folk: Albert Mangelsdorff, Posaune; Zbigniew Seifert, Viola. Vorgestellt von Carolin Naujocks

23.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Global; Moderation: Elena Bavandpoori

25.10. DLF Kultur 02:05 Klassik-Pop-et cetera – Am Mikrofon: der Jazz-Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer: (Wdh. v. Deutschlandfunk). Er macht aus Rhythmus Erzählung und aus Klang Bewegung. Der Schlagzeuger hat dem Jazz neue Räume geöffnet.

26.10. DLF Kultur 20:00 In Concert – JazzBaltica, Timmendorfer Strand, Maritim MainStage; Aufzeichnung vom 27.6.2026: Britta Virves Trio: Britta Virves, Klavier; Jon Henriksson, Kontrabass; Jonas Bäckman, Schlagzeug; Moderation: Thomas Loewner

27.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Jazz; mit Manuela Krause

30.10. DLF Kultur 01:05 Tonart Global

30.10. DLF Kultur 20:00 Konzert – Jazzfest Berlin: Live aus dem Haus der Berliner Festspiele und dem A-Trane, u.a. mit Amir ElSaffar New Quartet, Immanuel Wilkins Quartet und Sheen Trio; Moderation: Matthias Wegner

HR2

hr2 Live Jazz und hr2 Die hr-Bigband: samstags und sonntags 19.04-20 Uhr. Die Sendungen Live Jazz und Die hr-Bigband sind nach Ausstrahlung bis zu 30 Tage als Podcast abrufbar.

01.10. HR2 22:03 hr2 Jazz and More – An den Rändern des Jazz und aus dem Dschungel der Neuveröffentlichungen; am Mikrofon: Jürgen Schwab

03.10. HR2 22:03 hr2 Jazz and More – (Wiederholung vom 1.10.2026)

04.10. HR2 19:04 hr-Bigband – Miles Davis 100 (1): hr-Bigband feat. Paolo Fresu, cond. by Miho Hazama, Alte Oper Frankfurt, Mai 2026, Teil 1. Am 26. Mai, an seinem 100. Geburtstag, ehrte die hr-Bigband Miles Davis (1926 – 1991) mit etwas noch nie Dagewesenem: Erleben Sie das gemeinsame Schaffen von Miles Davis und Arrangeur Gil Evans, wenn ihre legendären Alben mit drei der erlesensten Trompetensolisten der aktuellen Szene vollständig zur Aufführung kommen. Hören Sie heute den ersten Teil des Konzerts. Miles Davis war gerade erst 31 Jahre alt, als er gemeinsam mit Gil Evans das Album „Miles Ahead“ einspielte. Der Titel war Programm: Das stark orchestrierte, musikalisch präzise Werk war als Suite konzipiert, deren zehn Stücke nahtlos ineinander übergehen. Dadurch ließen die Arrangements dem Star der Platte zwar weniger Raum für Improvisationen, doch der einzigartige Stil von Miles Davis‘ Spiel klingt auch in der Bigband durch, meisterhaft von Gil Evans in die Arrangements übertragen. Statt Trompete spielte Davis auf dem Album ausschließlich Flügelhorn, und auch die Besetzung der Bigband mutete eigentümlich an: Kein üblicher Saxofonsatz, dafür Waldhörner, Tuba, Flöten und Klarinetten, ergänzt um ein Altsaxofon. Das ruhige, fast lyrische Gefühl der Stücke betonte gemeinsam mit der Instrumentierung die europäischen Einflüsse der Musik. Der Erfolg war enorm: „Das erste Mal seit Duke Ellington sind wir mit einer Art des Big-Band- Arrangierens konfrontiert, die logisch ist und Gebrauch macht von den unzähligen Möglichkeiten einer solchen Gruppe“, schrieb Jazz-Autor und Musiker André Hodeir über die Platte. Sowohl für Miles Davis als auch Gil Evans war ihre Kooperation ein Grundstein für ihren späteren Status als Musik-Legenden. Um daran anzuknüpfen, folgten in den nächsten drei Jahren zwei weitere gemeinsame Alben von Miles Davis und Gil Evans: „Porgy and Bess“ und „Sketches of Spain“. In „Porgy and Bess“ stellte Evans die gleichnamige Gershwin-Oper völlig auf den Kopf und interpretierte sie von Grund auf neu. Die Platte gilt als wegweisend für den orchestralen Jazz und war eines der meistverkauften Alben von Miles Davis. Der Jazztrompeter Ian Carr schrieb: „Wenn Miles Ahead das Perfekteste unter den drei orchestralen Alben von Miles Davis ist, dann hat Porgy and Bess mehr Größe und Tiefgründigkeit.“ „Sketches of Spain“ verarbeitet Einflüsse aus der spanischen Volksmusik und gilt als Davis‘ zugänglichstes Album. 1961 wurde es mit einem Grammy ausgezeichnet. Statt typischer Jazzimprovisationen sind auf ihm lange, mal grüblerische und mal tänzerische Arrangements zu hören, was unter zeitgenössischen Jazz-Kollegen anfangs für Kritik sorgte. Mittlerweile ist das Album auf zahlreichen Bestenlisten großer Musikmagazine zu finden. „Einmal mehr hatten sie die Form aufgebrochen, für sich selbst und alle anderen“, urteilte Musikjournalist Keith Shadwick. Diese drei bahnbrechenden Alben, die die Musiklandschaft des orchestralen Jazz für immer prägen sollten, kamen bislang noch nie in voller Länge gemeinsam zur Aufführung. Am Mikrofon: Karmen Mikovic

05.10. HR2 23:03 ARD Jazz.Spotlight – Die Ruhe im Sturm: Camila Nebbia und ihr Saxofon. Die Saxofonistin Camila Nebbia ist weit gereist und hinterlässt auf ihrem Weg durch die improvisierte Musik begeisterte Mitmusiker*innen und geöffnete Ohren. Konrad Bott porträtiert die Argentinierin. Ein Fluss fragt nicht, ob er fließen darf. Ein Vulkan bricht nicht aus, weil er bösartig ist. So stoisch und doch gleichzeitig dringlich wie Naturgewalten, zeigt sich auch Camila Nebbia mit ihrem Saxofon. Woher kommt es, dass sie einen so chaotisch komplexen Klang entwickelt hat? Warum sind Reibung im Klang und Zerstörung von Sicherheiten beim Hören so wichtig für die Saxofonistin, die so umgänglich und sanftmütig scheint? Lassen Sie sich überraschen und lernen sie Camila Nebbia kennen, die 2026 beim traditionsreichen NEWJazz Meeting den Ton angeben wird. Am Mikrofon: Konrad Bott (SWR)

06.10. HR2 21:00 JetztMusik – (Eine Sendung von SWR Kultur) Struktur und Improvisation – Das Trio ACH im SWR Studio Freiburg. Im Trio ACH treffen die Pianistin Andrea Neumann, der Perkussionist Christian Dierstein und der Geiger Harald Kimmig aufeinander. Die Musikerin und die beiden Musiker spielen erst seit Kurzem in dieser Konstellation. An zwei sommerlichen Tagen im August sind sie im Schlossbergsaal des SWR Studios Freiburg zum ersten Mal für Aufnahmen zusammengekommen. Zu Beginn stand ein strukturiertes Arbeiten zu bestimmten Themen wie „Punkte“, „Flächen“ oder „Noise“, danach tauchte das Trio ergebnisoffen in den Prozess des freien Improvisierens ein. Am Mikrofon: Julian Neupert

06.10. HR2 22:03 Open World – (Eine Sendung von WDR3) Inspirierende Geschichten und ausgewählte Musik: Global Music und Musikkulturen jenseits festgelegter Stile und geografischer Grenzen – von französischem Chanson bis zu kolumbianischer Cumbia, von traditionellem Gamelan bis zu experimentellem Afrobeat.

07.10. HR2 22:03 ARD Jazz. Das Magazin – Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von der ARD: spannende Veröffentlichungen, internationale Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in all seinen Facetten und suchen auch die Orte auf, an denen er zu Hause ist: vom Bodensee bis zur Ostsee, von der Oder bis zum Rhein. Nicht verpassen!

08.10. HR2 22:03 Blues’n’Roots – Blue Notes in vielen Farben: Zurück in die 50er – Marc Broussards „SOS V“; Leuchtet in der Dunkelheit – Danielle Nicoles „Fireflies“; Modernisierer des Blues – Keb‘ Mo‘ zum 75. Geburtstag;  Unterwegs am Mississippi – Richie Arndts „Songs Along The Road“ Vol. 3; am Mikrofon: Dagmar Fulle

11.10. HR2 19:04 hr-Bigband – Miles Davis 100 (2): hr-Bigband feat. Paolo Fresu, cond. by Miho Hazama, Alte Oper Frankfurt, Mai 2026, Teil 2. Am 26. Mai, an seinem 100. Geburtstag, ehrte die hr-Bigband Miles Davis (1926 – 1991) mit etwas noch nie Dagewesenem: Erleben Sie das gemeinsame Schaffen von Miles Davis und Arrangeur Gil Evans, wenn ihre legendären Alben mit drei der erlesensten Trompetensolisten der aktuellen Szene vollständig zur Aufführung kommen. Hören Sie heute den zweiten Teil des Konzerts. Miles Davis war gerade erst 31 Jahre alt, als er gemeinsam mit Gil Evans das Album „Miles Ahead“ einspielte. Der Titel war Programm: Das stark orchestrierte, musikalisch präzise Werk war als Suite konzipiert, deren zehn Stücke nahtlos ineinander übergehen. Dadurch ließen die Arrangements dem Star der Platte zwar weniger Raum für Improvisationen, doch der einzigartige Stil von Miles Davis‘ Spiel klingt auch in der Bigband durch, meisterhaft von Gil Evans in die Arrangements übertragen. Statt Trompete spielte Davis auf dem Album ausschließlich Flügelhorn, und auch die Besetzung der Bigband mutete eigentümlich an: Kein üblicher Saxofonsatz, dafür Waldhörner, Tuba, Flöten und Klarinetten, ergänzt um ein Altsaxofon. Das ruhige, fast lyrische Gefühl der Stücke betonte gemeinsam mit der Instrumentierung die europäischen Einflüsse der Musik. Der Erfolg war enorm: „Das erste Mal seit Duke Ellington sind wir mit einer Art des Big-Band- Arrangierens konfrontiert, die logisch ist und Gebrauch macht von den unzähligen Möglichkeiten einer solchen Gruppe“, schrieb Jazz-Autor und Musiker André Hodeir über die Platte. Sowohl für Miles Davis als auch Gil Evans war ihre Kooperation ein Grundstein für ihren späteren Status als Musik-Legenden. Um daran anzuknüpfen, folgten in den nächsten drei Jahren zwei weitere gemeinsame Alben von Miles Davis und Gil Evans: „Porgy and Bess“ und „Sketches of Spain“. In „Porgy and Bess“ stellte Evans die gleichnamige Gershwin-Oper völlig auf den Kopf und interpretierte sie von Grund auf neu. Die Platte gilt als wegweisend für den orchestralen Jazz und war eines der meistverkauften Alben von Miles Davis. Der Jazztrompeter Ian Carr schrieb: „Wenn “Miles Ahead“ das Perfekteste unter den drei orchestralen Alben von Miles Davis ist, dann hat “Porgy and Bess“ mehr Größe und Tiefgründigkeit.“ „Sketches of Spain“ verarbeitet Einflüsse aus der spanischen Volksmusik und gilt als Davis‘ zugänglichstes Album. 1961 wurde es mit einem Grammy ausgezeichnet. Statt typischer Jazzimprovisationen sind auf ihm lange, mal grüblerische, mal tänzerische Arrangements zu hören, was unter zeitgenössischen Jazz-Kollegen anfangs für Kritik sorgte. Mittlerweile ist das Album auf zahlreichen Bestenlisten großer Musikmagazine zu finden. „Einmal mehr hatten sie die Form aufgebrochen, für sich selbst und alle anderen“, urteilte Musikjournalist Keith Shadwick. Diese drei bahnbrechenden Alben, die die Musiklandschaft des orchestralen Jazz für immer prägen sollten, kamen bislang noch nie in voller Länge gemeinsam zur Aufführung. Am Mikrofon: Karmen Mikovic

12.10. HR2 23:03 ARD Jazz.Spotlight – Mit Seele, Groove und Strom: 75 Jahre E-Bass. Vor 75 Jahren erschien der erste marktgängige E-Bass. Im Pop und auch im Jazz stellt er seither Weichen für den Groove. Anfangs nahmen ihn die Jazzer mit seinem dumpf-mulmigen Klang nicht ernst. Doch Musiker wie Stanley Clarke und Steve Swallow bereiteten dieser scheinbar zu groß geratenen Gitarre den Weg. So wurde neben dem Kontrabass auch der E-Bass zum schlagenden Herz eines Jazzensembles. Virtuosen öffneten ihm Solo-Welten, Groove-Arbeiter verliehen dem Instrument eine funkige Note. Wieder andere holten aus dem Instrument eine ungekannte Lyrik heraus. Vor allem aber Jaco Pastorius revolutionierte den E-Bass über den Jazz hinaus, indem er wie kein anderer jedem einzelnen Ton Seele verlieh. Am Mikrofon: Michael Kuhlmann (WDR)

13.10. HR2 21:00 JetztMusik – (Eine Sendung von SWR Kultur) Pony Says in Mannheim – Ein performativer Gesamtklang. Das Trio Pony Says verbindet zeitgenössische Musik und freie Improvisation zu einer flexiblen, stark elektronisch geprägten Ensembleästhetik. Lucas Gérin, Perkussion Felix Nagl, Synthesizer Thilo Ruck, E-Gitarre. Robert Schumann / Luxa M. Schüttler: “Auf einer Burg“ aus “Verstreute Lieder. Eine post-individuelle Aneignung“. Malin Bång: Sinews für Snare Drum, Keyboard und E-Gitarre: Nikola Lutz: El perro amarillo für 4-Kanal-Zuspiel und Improvisatoren-Ensemble Bernhard Lang: Differenz/Wiederholung 6c, Version für E-Gitarre, virtuellen DX7- Synthesizer, E-Drums und Loop-Generator. Franz Schubert / Luxa M. Schüttler: An die Musik, aus: Verstreute Lieder. Eine post- individuelle Aneignung (Aufnahme vom 7. November 2025 aus der Kulturkirche Epiphanias) Charakteristisch sind dichte, geräuschhafte Klangflächen, rhythmische Brüche und der bewusste Einsatz musikalischer Klischees. Akustische und elektronische Instrumente, Live- Elektronik sowie Licht und Video verschmelzen dabei zu einem offenen, performativen Gesamtklang. Im November 2025 war Pony Says bei der Konzertreihe „Jetztmusik“ zu Gast.

13.10. HR2 22:03 Open World – (Eine Sendung von WDR3) Inspirierende Geschichten und ausgewählte Musik: Global Music und Musikkulturen jenseits festgelegter Stile und geografischer Grenzen – von französischem Chanson bis zu kolumbianischer Cumbia, von traditionellem Gamelan bis zu experimentellem Afrobeat.

14.10. HR2 19:04 57. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2026. Bis 24 Uhr Live-Übertragung aus dem hr-Sendesaal des Hessischen Rundfunks: Andrés Coll „Odyssey“ feat. Majid Bekkas: Andrés Coll, Elektrische Marimba / Klavier / Kastagnetten Majid Bekkas, Guembri / Stimme / Kalimba; Mateusz Smoczińsky, Violine / Bariton-Violine; Ramón López, Schlagzeug / Tabla; Louis Sclavis Quartet „India“; Louis Sclavis, Klarinette / Bassklarinette Benjamin Moussay, Klavier; Sarah Murcia, Kontrabass; Christophe Lavergne, Schlagzeug. Ali Neander meets hr-Bigband – „Guitar Unlimited“: Ali Neander, Gitarren Moritz Müller, Schlagzeug; Caro Trischler, Gesang; hr-Bigband, Leitung: Rainer Tempel. Mit dem jungen Heißsporn Andrés Coll eröffnet ein aufgehender Stern der europäischen Szene diesen Abend und bewegt sich mit seiner hochkarätig besetzten Band virtuos und temperamentvoll zwischen Ibiza und Afrika, Folklore und Jazz. Anschließend entführt Altmeister Louis Sclavis mit langen Melodie- und Spannungsbögen in seine Imagination des indischen Subkontinents, bevor die hr-Bigband den hessischen Gitarrenhelden Ali Neander als Jazzrockvirtuosen von internationalem Format präsentiert. Am Mikrofon: Martin Kersten

15.10. HR2 19:04 57. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2026. Bis 24 Uhr Live-Übertragung aus dem hr-Sendesaal des Hessischen Rundfunks: Darius Blair / Finn Heine Group feat. Sasha, Berliner „Sketches of Frankfurt“: Darius Blair, Saxofon / Komposition; Finn Heine, Gitarre / Komposition; Sasha Berliner, Vibrafon; Jakob Jäger, Bass; Jan Iser, Schlagzeug; Khadim Seck, Percussion; Vokalensemble: Calvin Zarnack / Lilith Walkenhorst / Katharina Koch. Myra Melford’s Fire and Water Quintet: Myra Melford, Klavier; Ingrid Laubrock, Saxofon Mary Halvorson, Gitarre Tomeka Reid, Cello, Lesley Mok, Schlagzeug. Shake Stew feat. Naïssam Jalal: Lukas Kranzelbinder, Bass / Gimbri / Leitung; Naïssam Jalal, Flöten / NayYvonne Moriel, Altsaxofon; Johannes Schleiermacher, Tenorsaxofon / Flöte; Mario Rom, Trompete; Oliver Potratz, Bass; Nikolaus Dolp, Schlagzeug / Perkussion; Christian Eberle, Schlagzeug / Perkussion. Saxofonist Darius Blair und Gitarrist Finn Heine, trotz ihres jungen Alters bereits überregional wahrgenommen und mehrfach ausgezeichnet, feiern ihren ersten Auftritt beim Deutschen Jazzfestival mit einer eigens komponierten Suite für ihre Band, ein Vokalensemble und die Vibrafonistin Sasha Berliner. Die US-amerikanische Pianistin Myra Melford feiert die Kunst Cy Twomblys, aber auch die des spontanen Dialogs mit ihren hochkarätigen Mitmusikerinnen, bevor das österreichische Septett Shake Stew zur Feier seines zehnten Geburtstags zusammen mit der Flötistin Naïssam Jalal seine ureigene Mischung aus ansteckendem Groove und eruptiver Improvisation inszeniert. Am Mikrofon: Eva Röder

16.10. HR2 20:04 57. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2026. Live-Übertragung der Clubnacht aus der Milchsackfabrik: „Mad Hatter“ feat. Ivars Arutyunyan; Dennis Sekretarev, Trompete / Flügelhorn / Komposition Alana McPherson, Altsaxofon; Paul Janoschka, Klavier; Mario Angelov, Bass; Ivars Arutyunyan, Schlagzeug. Bereits zum fünften Mal wird der Festivalfreitag zum Forum für die Clubs und Veranstalter, die das ganze Jahr über für ein großes und vielfältiges Angebot von Live-Jazz in Frankfurt sorgen. Jazz in der Milchsackfabrik präsentiert Dennis Sekretarev mit seinem Projekt „Mad Hatter“. Der 2010 mit dem Frankfurter Jazzstipendium ausgezeichnete Trompeter stellt Kompositionen vor, die u. a. während Studienaufenthalten in Amsterdam und New York entstanden sind und seine Liebe zum Modern Straight Ahead Jazz spiegeln. Mit der Australierin Alana McPherson, die im Master Big Band an der Musikhochschule studiert, Paul Janoschka und Mario Angelov hat er eine hervorragende Band am Start, die komplettiert wird durch den lettischen Schlagzeuger Ivars Arutyunyan, der schon mit Künstlern wie Greg Osby und Seamus Blake gearbeitet hat.

17.10. HR2 19:04 57. Deutsches Jazzfestival Frankfurt 2026: Live-Übertragung aus dem hr-Sendesaal des Hessischen Rundfunks: hr-Bigband feat. Emma Rawicz „Carte Blanche“: Emma Rawicz, Saxofon / Leitung Reinier Baas, Gitarre; Aitzi Cofre Real, Gesang hr-Bigband; Norma Winstone / Elliot Galvin; Norma Winstone, Gesang; Elliot Galvin, Klavier / Synthesizer; Émile Parisien „Floating“: Émile Parisien, Saxofon Yaron Herman, Klavier; Linda May Han Oh, Bass; Prabhu; Edouard, Perkussion. Der dritte und letzte Abend im hr-Sendesaal beginnt mit einem Shooting Star des europäischen Jazz: Emma Rawicz. Nach ihr lässt sich Norma Winstone, die Altmeisterin des europäischen Jazzgesangs, auf eine kammermusikalische Begegnung mit dem 50 Jahre jüngeren Tastenvirtuosen Elliot Galvin ein, bevor Émile Parisien mit seinem Quartett „Floating“ den virtuos-beseelten Schlussakzent setzt. Am Mikrofon: Stefan Müller

18.10. HR2 19:04 hr-Bigband – Miles Davis 100 (4): Arve Henriksen, cond. by Miho Hazama, Alte Oper Frankfurt, Mai 2026, Teil 3. Am 26. Mai, an seinem 100. Geburtstag, ehrte die hr-Bigband Miles Davis (1926 – 1991) mit etwas noch nie Dagewesenem: Erleben Sie das gemeinsame Schaffen von Miles Davis und Arrangeur Gil Evans, wenn ihre legendären Alben mit drei der erlesensten Trompetensolisten der aktuellen Szene vollständig zur Aufführung kommen. Hören Sie heute den dritten Teil des Konzerts. Miles Davis war gerade erst 31 Jahre alt, als er gemeinsam mit Gil Evans das Album „Miles Ahead“ einspielte. Der Titel war Programm: Das stark orchestrierte, musikalisch präzise Werk war als Suite konzipiert, deren zehn Stücke nahtlos ineinander übergehen. Dadurch ließen die Arrangements dem Star der Platte zwar weniger Raum für Improvisationen, doch der einzigartige Stil von Miles Davis‘ Spiel klingt auch in der Bigband durch, meisterhaft von Gil Evans in die Arrangements übertragen. Statt Trompete spielte Davis auf dem Album ausschließlich Flügelhorn, und auch die Besetzung der Bigband mutete eigentümlich an: Kein üblicher Saxofonsatz, dafür Waldhörner, Tuba, Flöten und Klarinetten, ergänzt um ein Altsaxofon. Das ruhige, fast lyrische Gefühl der Stücke betonte gemeinsam mit der Instrumentierung die europäischen Einflüsse der Musik. Der Erfolg war enorm: „Das erste Mal seit Duke Ellington sind wir mit einer Art des Big-Band- Arrangierens konfrontiert, die logisch ist und Gebrauch macht von den unzähligen Möglichkeiten einer solchen Gruppe“, schrieb Jazz-Autor und Musiker André Hodeir über die Platte. Sowohl für Miles Davis als auch Gil Evans war ihre Kooperation ein Grundstein für ihren späteren Status als Musik-Legenden. Um daran anzuknüpfen, folgten in den nächsten drei Jahren zwei weitere gemeinsame Alben von Miles Davis und Gil Evans: „Porgy and Bess“ und „Sketches of Spain“. In „Porgy and Bess“ stellte Evans die gleichnamige Gershwin-Oper völlig auf den Kopf und interpretierte sie von Grund auf neu. Die Platte gilt als wegweisend für den orchestralen Jazz und war eines der meistverkauften Alben von Miles Davis. Der Jazztrompeter Ian Carr schrieb: „Wenn “Miles Ahead“ das Perfekteste unter den drei orchestralen Alben von Miles Davis ist, dann hat “Porgy and Bess“ mehr Größe und Tiefgründigkeit.“ „Sketches of Spain“ verarbeitet Einflüsse aus der spanischen Volksmusik und gilt als Davis‘ zugänglichstes Album. 1961 wurde es mit einem Grammy ausgezeichnet. Statt typischer Jazzimprovisationen sind auf ihm lange, mal grüblerische, mal tänzerische Arrangements zu hören, was unter zeitgenössischen Jazz-Kollegen anfangs für Kritik sorgte. Mittlerweile ist das Album auf zahlreichen Bestenlisten großer Musikmagazine zu finden. „Einmal mehr hatten sie die Form aufgebrochen, für sich selbst und alle anderen“, urteilte Musikjournalist Keith Shadwick. Diese drei bahnbrechenden Alben, die die Musiklandschaft des orchestralen Jazz für immer prägen sollten, kamen bislang noch nie in voller Länge gemeinsam zur Aufführung. Am Mikrofon: Karmen Mikovic

19.10. HR2 22:03 ARD Jazz.Spotlight – Hören wir Gutes und reden darüber! – Starke Jazzalben, vorgestellt im Gespräch. „Eine Sendung wie eine Insel. Draußen herrscht hoher Seegang, aber was im Hier und Jetzt zählt, das sind handverlesene Töne, die in die Ohren des Publikums tropfen“. Das schrieb 2022 die Grimme-Jury in ihrer Begründung dafür, dass „Hören wir Gutes und reden darüber“ den Deutschen Radiopreis als „Beste Sendung“ erhielt. Wir nehmen Sie mit auf diese Hör-Insel! Jede und jeder stellt ein neues Jazzalbum vor, ohne den anderen zu verraten, worum es sich handelt. Hören, rätseln und laut nachdenken über Töne – darum geht es bei „Hören wir Gutes“. Lassen Sie sich überraschen! Am Mikrofon: Beate Sampson, Roland Spiegel und Ulrich Habersetzer (BR)

20.10. HR2 21:00 JetztMusik – (Eine Sendung von SWR Kultur) „Words“ – Das Fire! Orchestra beim Jazzfest Berlin 2025. Das Fire! Orchestra des schwedischen Saxofonisten Mats Gustafsson war einer der spektakulären Höhepunkte des vergangenen Jazzfest Berlin. Das skandinavische Experimental- und Free-Jazz-Großensemble versammelt internationale Größen der experimentellen und freien Improvisationsszene. In Berlin präsentierte das Fire! Orchestra die Uraufführung von Gustafssons Komposition „Words“ in einer 18-köpfigen Besetzung. Darunter neben der Vokalistin Sofia Jernberg die Altsaxofonistin Mette Rasmussen, die Trompeterin Lina Allemano und die Cellistin Emily Wittbrodt. Am Mikrofon: Maxi Broecking

20.10. HR2 22:03 Open World – (Eine Sendung von WDR3) Inspirierende Geschichten und ausgewählte Musik: Global Music und Musikkulturen jenseits festgelegter Stile und geografischer Grenzen – von französischem Chanson bis zu kolumbianischer Cumbia, von traditionellem Gamelan bis zu experimentellem Afrobeat.

21.10. HR2 22:03 ARD Jazz. Das Magazin – Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von der ARD: spannende Veröffentlichungen, internationale Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in all seinen Facetten und suchen auch die Orte auf, an denen er zu Hause ist: vom Bodensee bis zur Ostsee, von der Oder bis zum Rhein. Nicht verpassen!

22.10. HR2 22:03 hr2 Blues’n’Roots – Blue Notes in vielen Farben: Chuck Berry zum Hundertsten; Steve Croppers letztes Album | Neues rund um Memphis; John Primer & Friends feiern „Theresa’s Lounge“; am Mikrofon: Dagmar Fulle

23.10. HR2 22:03 hr2 Blues’n’Roots – (Wh. Vom 22.Oktober)

25.10. HR2 19:04 hr-Bigband – Claire Martin: A Great Voice from Great Britain (1) hr-Bigband feat. Claire Martin, cond. by Jörg Achim Keller, Rheingau Musik Festival: Jazz Matinée, Schloss Johannisberg, Cuvéehof, Geisenheim, Juni 2026, Teil 1. Claire Martin war die perfekte Solistin für den musikalischen England-Schwerpunkt des diesjährigen Festivals: Acht Mal hat sie den British Jazz Award als „Best Vocalist“ gewonnen, sie tourt weltweit und ihre Stimme begeistert auch in Amerika. Für ihre Verdienste als Sängerin und BBC-Radiomoderatorin wurde ihr der „Order of the British Empire“ verliehen. Gemeinsam mit ihr und Jörg Achim Keller gab die hr-Bigband ein Programm mit britischem Fokus zum Besten. Hören Sie heute den ersten Teil des Konzerts. Claire Martin begann ihre Karriere mit 19 Jahren. Schon früh sang sie in dem szeneprägenden „Ronnie Scott’s Jazz Club“ in Soho. Ihr Debutalbum, „The Waiting Game“ aus dem Jahr 1991, wurde von der Times als Album des Jahres ausgezeichnet. Ihre tiefe, sinnliche Stimme wurde mit den Jahren nur noch besser. Eine enge Freundschaft verband sie mit dem englischen Komponisten und Pianisten Sir Richard Rodney Bennett, mit dem sie als hocherfolgreiches Duo tourte, unter anderem mit einer dreiwöchigen Residency im Algonquin Hotel in New York City 2011. Claire Martin hat mit vielen europäischen Orchestern zusammengearbeitet, und auch bei der hr-Bigband war sie bereits zu Gast. Ihr neuestes Album, „Almost in your Arms“, mit einem hochkarätigen schwedischen Trio eingespielt, erschien 2024. Lange Jahre war Claire Martin Co-Moderatorin der Sendung „Jazz Line Up“ auf Radio BBC 3, was sie in Kontakt mit vielen ihrer musikalischen Helden gebracht hat, zu denen sie unter anderem Pat Metheny und Brad Mehldau zählt. Am Mikrofon: Niels Kaiser

 

NDR Blue (DAB+) Jazz von montags – donnerstags 23.05 – 0.00 Uhr

Radio Antenne Münster »Radio Grenzenlos« wird an jeden zweiten Donnerstag im Monat bei Antenne Münster um 21.00 Uhr im Bürger-Funk ausgestrahlt.

Radio Dreyeckland jeden Samstag 10 Uhr bis 11 Uhr: Jazznews; mit H. Dillmann u. H. Vollmer. Jeden Sonntag 10 Uhr bis 11 Uhr: Jazz Matinee; mit M. van Gee. 1 x im Monat sonntags 18 Uhr bis 20 Uhr: Jazz Spezial

Radio Jazztime Nürnberg (auf UKW 94,5 und der Kabelfrequenz 98,35) JazzTime Nürnberg wird moderiert von Michael Bader (seit 2017), Alex Schicke (seit 2023) und Victoria Pohl (seit 2023). Sie teilen sich die Sendeplätze und sorgen dafür, dass jeden Donnerstag um 22 Uhr auf Radio F „Jazz on the Air“ stattfindet.

Radio Unerhört Marburg Antenne: 90,1 MHz/Kabel: 100,15 MHz – Die »Jazz-Zeit« ist die regelmäßige Jazzsendung auf Radio Unerhört Marburg. Jeden Sonntagabend von 22.00-0.00 Uhr; Wiederholung am folgenden Samstag von 10.00-12.00 Uhr. Mit dem Untertitel »Neues im Jazz« stellt Constantin Sieg dort pro Sendung zehn neu erschienene Jazz-CDs vor und kommentiert sie kurz. (von Free Jazz bis zu Blues, Mainstream, World Jazz, Jazzrock, Bigband, Vocal Jazz, dazu auch Experimentelles) Programm auf: https://www.radio-rum.de/blog

Ö1 Österreich

 

01.10. Ö1 17:30 Spielräume – Musik aus allen Richtungen

02.10. Ö1 14:05 In Concert – Zum 80. Geburtstag von Dave Holland

02.10. Ö1 19:30 Jazztime – Von Sofia nach Wien: Konstantin und Alexander Wladigeroff

03.10. Ö1 23:03 Ö1 Jazznacht – Ludwig Bekic und das Wednesday Prayer Orchestra

04.10. Ö1 00:05 Ö1 Jazznacht (Fortsetzung)

04.10. Ö1 01:03 Ö1 Jazznacht – Stunden aus dem Archiv

05.10. Ö1 19:30 On stage – Improvisierte Triomusik der Gegensätze im Innviertel

07.10. Ö1 14:05 Ö1 Radiosession – Neue Lesarten überlieferter Mythen: Fox On Ice

08.10. Ö1 17:30 Spielräume – Musik aus allen Richtungen

09.10. Ö1 14:05 In Concert – Amina Claudine Myers: Black Gospel trifft freie Improvisation

10.10. Ö1 22:20 Ö1 Jazznacht Magazin – Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

10.10. Ö1 23:03 Ö1 Jazznacht – Zum 80. Geburtstag von Michael Honzak

11.10. Ö1 00:05 Ö1 Jazznacht (Fortsetzung)

11.10. Ö1 01:03 Ö1 Jazznacht – Stunden aus dem Archiv

12.10. Ö1 19:30 On stage – Jazz, Prog-Rock und persische Maqams: Shabnam Parvaresh

14.10. Ö1 14:05 Ö1 Radiosession – Elektronische Sounds und Jazz: Pale Male

15.10. Ö1 17:30 Spielräume – Musik aus allen Richtungen

16.10. Ö1 14:05 In Concert – Stimme und E-Gitarre als einzigartiges Klanguniversum

17.10. Ö1 23:03 Ö1 Jazznacht Magazin

18.10. Ö1 00:05 Ö1 Jazznacht – Niki Dolp und sein Album „Dread, Delight and Yowzah“

18.10. Ö1 01:03 Ö1 Jazznacht – Stunden aus dem Archiv

19.10. Ö1 19:30 On stage – Kammerjazz-All-Star-Trio: Haezz

21.10. Ö1 14:05 Ö1 Radiosession – Jazzstandards und Eigenkompositionen: Renate Reich

22.10. Ö1 17:30 Spielräume – Musik aus allen Richtungen

23.10. Ö1 14:05 In Concert – Das Schweizer Talent Lea Gasser

24.10. Ö1 22:20 Ö1 Jazznacht Magazin – Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

24.10. Ö1 23:03 Ö1 Jazznacht – Zum 90. Geburtstag von Heinz von Hermann

25.10. Ö1 00:05 Ö1 Jazznacht (Fortsetzung)

25.10. Ö1 01:03 Ö1 Jazznacht – Stunden aus dem Archiv

28.10. Ö1 14:05 Ö1 Radiosession live – Free-Fall-A-Cappella-Gesänge von HALS

29.10. Ö1 17:30 Spielräume – Musik aus allen Richtungen

30.10. Ö1 14:05 In Concert – Wahlösterreicher aus Göppingen: Tobias Hoffmann

31.10. Ö1 22:20 Ö1 Jazznacht Magazin – Neuigkeiten aus der Welt des Jazz

31.10. Ö1 23:03 Ö1 Jazznacht – „MUK.jazz FLINTA* Session”

RBB radio3

 

Radio 3 Jazz Sendungen immer Di und Do um 22 Uhr

 

SWR Kultur

 

MO – SA: Von 17.50 bis 18.00 Uhr: Jazz vor sechs. Ob historische Dixie-Band oder TripHop-Newcomer – hier liefern wir Ihnen handverlesenen Jazz, zu dem Sie die Seele baumeln lassen oder mittanzen können. (Fast) jeden Abend in der Stunde vor Mitternacht gibt es ein Jazzprogramm, abwechselnd gestaltet von den verschiedenen Radio-Kulturprogrammen der ARD und nachzuhören in der ARD Sounds-App.

01.10. SWR Kultur 22:03 Jazz and more – Ja was haben wir denn da?! Neue Alben aus dem Jazz und seinen Randgebieten. Ob Blues, Neo-Klassik, Global-Pop oder freie Improvisation – hier darf alles mitmischen. (Übernahme von hr2-kultur) Von Jürgen Schwab

04.10. SWR Kultur 00:03 ARD Jazz – Die Nacht: Legendärer Rundfunkworkshop – 60 Jahre SWR NEWJazz Meeting. Die Idee von Jazz-Workshops lag in der Luft, als SWF-Jazzredakteur Joachim Ernst Berendt 1966 das erste New Jazz Meeting in Baden-Baden veranstaltete. Aber wahrscheinlich nicht einmal er selbst ahnte, dass daraus eine so lange Erfolgsgeschichte werden würde. In dieser Nacht hören wir uns durch sechs Jahrzehnte Rundfunk- und Jazzgeschichte – mit Albert Mangelsdorff, Don Cherry, Norma Winstone, Joachim Kühn, Rabih Abou-Khalil, Steve Lacy, George Lewis, Ingrid Laubrock, Melissa Aldana und vielen anderen. Von Julia Neupert

04.10. SWR Kultur 18:20 Big Time Jazz – Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen! Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.

04.10. SWR Kultur 22:03 NOWJazz – Sonic Wilderness, Vol. 99. Diese Reihe unternimmt Expeditionen in Randgebiete und Zwischenwelten des Jazz: Improv, Electronica, Klangkunst, Noise, Ambient oder Rock – hier kommen Neuveröffentlichungen und Entdeckungen zu Gehör, die sonst on air kaum zu haben sind. Abenteuerliche Klänge für abenteuerlustige Ohren. Von Niklas Wandt

05.10. SWR Kultur 22:03 ARD Jazz. Spotlight – Die Ruhe im Sturm: Camila Nebbia und ihr Saxofon. Ein Fluss fragt nicht, ob er fließen darf. Ein Vulkan bricht nicht aus, weil er bösartig ist. So stoisch und doch gleichzeitig dringlich wie Naturgewalten, zeigt sich auch Camila Nebbia mit ihrem Saxofon. Woher kommt es, dass sie einen so chaotisch komplexen Klang entwickelt hat? Warum sind Reibung im Klang und Zerstörung von Sicherheiten beim Hören so wichtig für die Saxofonistin, die so umgänglich und sanftmütig scheint? Lassen Sie sich überraschen und lernen Sie Camila Nebbia kennen, die 2026 beim traditionsreichen SWR NEWJazz Meeting den Ton angeben wird. Von Konrad Bott

06.10. SWR Kultur 21:00 JetztMusik – Das Trio ACH im SWR Studio Freiburg. Im Trio ACH treffen die Pianistin Andrea Neumann, der Perkussionist Christian Dierstein und der Geiger Harald Kimmig aufeinander. Die drei Musiker*innen spielen erst seit Kurzem in dieser Konstellation, an zwei sommerlichen Tagen im August sind sie im Schlossbergsaal des SWR Studios Freiburg zum ersten Mal für Aufnahmen zusammengekommen. Zu Beginn stand ein strukturiertes Arbeiten zu bestimmten Themen wie „Punkte“, „Flächen“ oder „Noise“, danach ist das Trio ergebnisoffen in den Prozess des freien Improvisierens eingetaucht. Von Julia Neupert

07.10. SWR Kultur 22:03 ARD Jazz – Das Magazin. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen! Von Ulrich Habersetzer

08.10. SWR Kultur 22:03 Blues’n’Roots – In dieser Sendung präsentieren wir alte und neue Aufnahmen aus den Bereichen Blues, Jazz, Swing, Rhythm’n’Blues, Soul und Country. (Übernahme von hr2-kultur) Von Dagmar Fulle

10.10. SWR Kultur 18:20 Jazz – Aktivist und Jazzsänger: Zum 100. Geburtstag von Oscar Brown Jr. Eigentlich plante Oscar Brown Jr. eine politische Karriere: „Ich habe mich immer als Teil des Black Movement verstanden.“ Nebenher aber schrieb er Songs und Jazz-Betextungen und konnte Stars wie Mahalia Jackson, Sammy Davis Jr. und Abbey Lincoln dafür als Interpret*innen gewinnen. Als er Demo-Versionen seiner Songs an eine große Plattenfirma schickte, wurde Oscar Brown Jr. (ungeplant) selbst als Jazzsänger entdeckt – das war 1960. Rasch stieg er zum populärsten schwarzen Entertainer der USA auf, hatte eigene Sendungen im US-Fernsehen, kam als „Rebell“ auf die Titelseite des Downbeat. Von Hans-Jürgen Schaal

11.10. SWR Kultur 18:20 Big Time Jazz – Spirio: John Beasley und die SWR Big Band. Diese Big Band-Produktion beginnt im Museum: In der Staatsgalerie Stuttgart lässt sich Arrangeur und Komponist John Beasley von Farben, Formen und Bildern inspirieren. Melodien und musikalische Skizzen, die ihm beim Betrachten der Kunst in den Kopf kommen, singt er direkt in sein Smartphone. Daraus wird ein ganzes Album: Invisible Piano, aufgenommen mit der SWR Big Band, benannt nach einem Werk von Max Ernst. In dieser Sendung erklärt John Beasley, warum ihn ausgerechnet dieses Werk inspiriert hat. Von Fanny Opitz

11.10. SWR Kultur 22:03 NOWJazz – Die transzendente Trompete: Susana Santos Silva. „Openness“ ist für Susana Santos Silva die wichtigste Voraussetzung für eine gelungene Improvisation und das offene, freie Spiel die intensivste Art des Musizierens. Die in Schweden lebende, portugiesische Musikerin gehört zu den profiliertesten Improvisatorinnen ihrer Generation. Immer wieder aber tritt sie auch als Interpretin Neuer Musik, als Komponistin oder interdisziplinäre Performerin in Erscheinung. In diesem Jahr ist sie zu Gast bei den Donaueschinger Musiktagen – als Solistin mit dem SWR Symphonieorchester und im improvisierenden Duo mit der Geigerin Aisha Orazbayeva. Von Odilo Clausnitzer

12.10. SWR Kultur 22:03 ARD Jazz. Spotlight – Mit Seele, Groove und Strom – 75 Jahre E-Bass. Anfangs nahmen ihn die Jazzer mit seinem dumpf-mulmigen Klang nicht ernst. Doch Musiker wie Stanley Clarke und Steve Swallow bereiteten dieser scheinbar zu groß geratenen Gitarre den Weg. So wurde neben dem Kontrabass auch der E-Bass zum schlagenden Herz eines Jazzensembles. Virtuosen öffneten ihm Solo-Welten, Groove-Arbeiter verliehen dem Instrument eine funkige Note. Wieder andere holten aus dem Instrument eine ungekannte Lyrik heraus. Vor allem aber Jaco Pastorius revolutionierte den E-Bass über den Jazz hinaus, indem er wie kein anderer jedem einzelnen Ton Seele verlieh. Von Michael Kuhlmann

14.10. SWR Kultur 22:03 ARD Jazz – Das Magazin. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen! Von Anja Buchmann

15.10. SWR Kultur 22:03 Jazz – Seriöser Swing: Das Modern Jazz Quartet in Donaueschingen 1957. Es war ein Wagnis: Bei den Donaueschinger Musiktagen 1957 durfte improvisierte Musik quasi direkt neben Kompositionen von Strawinsky, Henze und Nono auf die Bühne. In der „Jazztime Donaueschingen“ trat damals unter anderem das Modern Jazz Quartet auf; mit John Lewis am Klavier, Milt Jackson am Vibrafon, Percy Heath am Kontrabass und Connie Kay am Schlagzeug – alle in Anzug und Krawatte. Das US-amerikanische Ensemble war gerade zum ersten Mal auf Europatournee und wurde auf dem Kontinent allerorten für seinen eleganten Cool Jazz gefeiert – inspiriert sowohl von Blues als auch von Barock. Von Julia Neupert

17.10. SWR Kultur 18:20 Jazz – Me and My Music: Lakecia Benjamin. In ihren metallisch glänzenden Looks ist Lakecia Benjamin auf der Bühne ein echter Eyecatcher – und ihre Musik ist ebenso kraftvoll und strahlend. Inspiriert vom Black Arts Movement fragt die New Yorker Saxofonistin: Wie können wir bessere Menschen werden? Ihre Antwort ist klar: indem wir wieder gemeinsam träumen. In diesem Jahr ist Lakecia Benjamin beim Festival Enjoy Jazz zu Gast, bei uns erzählt sie heute in „Me and My Music“ von sich und ihren künstlerischen Visionen. Von Fanny Opitz

17.10. SWR Kultur 19:04 JetztMusik – Donaueschinger Musiktage Live. Die letzte Show vor dem Ende der Welt: Brigitta Muntendorf verwandelt in „Last Show“ das Konzert in ein soziales Live-Experiment. Angesiedelt zwischen Fernsehstudio und Konzertsaal lässt sie die Grenze zwischen Publikum und Darstellenden verschwimmen, indem das Publikum durch ein Voting-Tool zum Akteur wird. Last Show fragt nicht, was Sie denken, sondern wie Sie denken und wer Sie werden, wenn alles inszeniert ist. Ab ca. 22 Uhr „Forms of Togetherness“: Die portugiesische Trompeterin Susana Santos Silva ist nach ihrem Auftritt als Solistin im Eröffnungskonzert bei den Musiktagen auch noch im Duo mit der kasachischen Geigerin Aisha Orazbayeva zu erleben. In ihrem offenen Dialog greifen beide auf vielfältige Erfahrungen zurück: als Interpretinnen Alter und zeitgenössischer Musik, als Komponistinnen, als Improvisatorinnen und als Partnerinnen in Theater- und Tanzprojekten. Von Michael Rebhahn, Leonie Reineke und Julia Neupert.

18.10. SWR Kultur 22:03 NOWJazz – Trommeln, Becken, Tablas: Der Schlagzeuger Dan Weiss. Seine Ausdrucksmittel und Schlag-Varianten scheinen keine Grenzen zu kennen. Der US-amerikanische Drummer Dan Weiss, der auch ein Meister der indischen Tablas ist, setzt sein musikalisches Vokabular in den Bands prominenter Bandleader ein und sorgt auch mit eigenen Ensembles für Furore. Er betreibt ein klassisch besetztes Jazz-Piano-Trio, mehrere Großformationen und Bands wie „Starebaby“, die deutlich vom Progrock inspiriert sind. Der 49-Jährige ist ein Tausendsassa. Von Ssirus W. Pakzad

19.10. SWR Kultur 22:03 ARD Jazz. Spotlight – Hören wir Gutes und reden darüber! „Eine Sendung wie eine Insel. Draußen herrscht hoher Seegang, aber was im Hier und Jetzt zählt, das sind handverlesene Töne, die in die Ohren des Publikums tropfen“. Das schrieb 2022 die Grimme-Jury in ihrer Begründung dafür, dass „Hören wir Gutes und reden darüber!“ den Deutschen Radiopreis als „Beste Sendung“ erhielt. Wir nehmen Sie mit auf diese Hör-Insel! Jede und jeder stellt ein neues Jazzalbum vor, ohne den anderen vorher zu verraten, worum es sich handelt. Hören, rätseln und laut nachdenken über Töne – darum geht es bei „Hören wir Gutes“. Lassen Sie sich überraschen! Von Ulrich Habersetzer, Beate Sampson, Roland Spiegel

20.10. SWR Kultur 21:00 JetztMusik – „Words“ – Das Fire! Orchestra beim Jazzfest Berlin 2025. Das Fire! Orchester des schwedischen Saxofonisten Mats Gustafsson war einer der spektakulären Höhepunkte des vergangenen Jazzfest Berlin. Das skandinavische Experimental- und Free-Jazz-Großensemble versammelt internationale Größen der experimentellen und freien Improvisations-szene. In Berlin präsentierte das Fire! Orchestra die Uraufführung von Gustafssons Komposition „Words“ in einer 18-köpfigen Besetzung. Darunter neben der Vokalistin Sofia Jernberg die Altsaxofonistin Mette Rasmussen, die Trompeterin Lina Allemano und die Cellistin Emily Wittbrodt. Von Maxi Broecking

21.10. SWR Kultur 22:03 ARD Jazz – Das Magazin. Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen! Von Niklas Wandt

22.10. SWR Kultur 22:03 Blues’n’Roots – In dieser Sendung präsentieren wir alte und neue Aufnahmen aus den Bereichen Blues, Jazz, Swing, Rhythm’n’Blues, Soul und Country. (Übernahme von hr2-kultur) Von Dagmar Fulle

24.10. SWR Kultur 18:20 Jazz – Homezone: Schwäbisches Klangnetzwerk – Die IG Jazz Stuttgart wird 50. Einer für alle, alle für eine – Solidarität unter Musikerinnen und Musikern ist wichtig. Oft ist es nämlich schwierig, Auftritte oder Förderanträge klarzumachen, einen Überblick zu bekommen, wer einem bei was helfen und wo man sich selbst sinnvoll einbringen kann. 1976 haben Jan und Gertie Jankeje die „IG Jazz Stuttgart“ gegründet, um das in einem regionalen Rahmen möglich zu machen. Seitdem ist die IG Jazz aus dem Jazzbetrieb im Ländle nicht mehr wegzudenken. Was genau die Interessensgemeinschaft tut und was sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat erfahren Sie in dieser Sendung. Von Konrad Bott

25.10. SWR Kultur 15:04 Das Musikporträt – Die Jazzmusikerin Olga Reznichenko. Olga Reznichenko mag es dreckig, zumindest musikalisch. Die Pianistin liebt Dissonanzen und komplexe Rhythmen – Momente, in denen Ordnung ins Chaos kippt. Denn Jazz bedeutete für die im russischen Taganrog geborene Musikerin schon früh Freiheit und Rebellion: Als Jugendliche nimmt sie heimlich Jazzklavierunterricht, denn ihre Eltern fürchten, Jazz könne direkt in den sozialen Abstieg führen (inklusive Alkohol und schlecht bezahlter Restaurantmucken). Heute gehört Olga Reznichenko zu den profiliertesten Stimmen der deutschen Jazzszene und erhält 2026 den SWR Jazzpreis. Von Fanny Opitz

25.10. SWR Kultur 18:20 Big Time Jazz – Jazz-Orchester, Big Band, Oktett – hier kommt Musik mit Vielen! Im Big Time Jazz stellen wir für Sie interessante und schöne Klänge zusammen – von großen Ensembles aus dem Jazz und der improvisierten Musik. Wir bergen Archivaufnahmen und durchforsten Neuveröffentlichungen für eine Zeit, die ganz den großen Klängen gehört.

25.10. SWR Kultur 22:03 NOWJazz – More Than Anything“: Der Pianist Georg Graewe. Manchmal fallen Jubiläen zusammen: Georg Graewe feierte 2026 nicht nur seinen 70. Geburtstag, vor genau 50 Jahren erschien auch die erste Platte des Pianisten: New Movements. Seit vielen Jahren bewegt der SWR Jazzpreisträger 2015 im musikalischen Niemandsland zwischen Komposition und Improvisation – in diesem Jahr wird er zum ersten Mal beim Jazzfest Berlin auftreten, im Trio mit dem Schlagzeuger Hamid Drake und dem Bassisten Brad Jones. Wir nehmen dieses Festival-Debüt zum Anlass, den aus Bochum stammenden Wahlwiener internationaler Aktivität ein Porträt zu widmen. Von Nina Polaschegg

26.10. SWR Kultur 22:03 ARD Jazz. Spotlight – Eine Person? Ein Thema? Oder doch ein Konzert? Montags gehen wir in die Tiefe und werfen ein Schlaglicht auf Musik und Musikschaffende aus der internationalen und nationalen Jazzszene. Erleben Sie Porträts von außergewöhnlichen Künstler*innen oder fantastische Konzertaufnahmen. Abwechselnd tragen alle unsere Sender dazu bei – mit eigener Handschrift und eigenem Fokus. Denn wir alle finden: Jazz gehört ins Spotlight.

28.10. SWR Kultur 22:03 ARD Jazz. Das Magazin – Das wöchentliche Jazz-Update, präsentiert von Eurer ARD: außergewöhnliche Veröffentlichungen, relevante Ereignisse und aktuelle Debatten. Wir diskutieren Jazz in allen seinen Facetten und suchen auch deutschlandweit die Orte auf, an denen er zu Hause ist. Nicht verpassen! Von Mauretta Heinzelmann

29.10. SWR Kultur 22:03 Jazz and More – Ja was haben wir denn da?! Neue Alben aus dem Jazz und seinen Randgebieten. Ob Blues, Neo-Klassik, Global-Pop oder freie Improvisation – hier darf alles mitmischen. (Übernahme von hr2-kultur) Von Martin Kersten

31.10. SWR Kultur 18:20 Jazz – Homezone: Aufbruch ins Abseits (1/2) Das (auch heroische) Scheitern hat das Besteck des Jazz-Diskurses für die Geschichte reserviert. Die Gegenwart des Jazz signalisiert Marktgesättigtheit und bietet im Ausgleich eine Handvoll nicht transparenter Fördertöpfe. Mit welchen Strategien und Überlegungen begegnen junge Musiker*innen der stark eingeschränkten Aufmerksamkeitsökonomie der Szene, um ihre Kunst sicht- und hörbar zu machen, ohne „denen ihr Spiel“ zu spielen? Eine Gesprächsrunde zur Lage, ihren Widersprüchen, Hoffnungen und Utopien – u.a. mit Tim Stohmeier, Marco Sickinger, Iris Eckert, Lars Toepperwien, Samuel Restle. (Teil 2, Samstag, 7. November 2026, 18.20 Uhr) Von Ulrich Kriest

31.10. SWR Kultur 20:03 Jazzfest Berlin 2026 – Live: Beim Jazzfest Berlin musiziert die Jazzgeschichte Seite an Seite mit dem Hot Stuff von morgen. Aus dem Haus der Berliner Festspiele senden wir am 3. Festivalabend drei Acts in Folge live. Das Quartett der Cellistin Tomeka Reid liefert ein Knäuel an Melodiebögen, die sich aber zu immer dichteren Knäueln überlagern. Das Chicago Underground Duo spielt teils ätherische, teils tanzbare Stücke, die so gar nicht nach Duo klingen. Und für einen kraftvoll-meditativen Abschluss sorgt die Trompeterin Laura Jurd mit ihrem Quintett, bevor es mit ARD Jazz. Die Nacht aus dem rbb-Studio weitergeht.

TV

ARD Jazz

 

https://www.ard.de/ardkultur/musik/jazz – Das Online-Portal für Jazz – zum Hören und Sehen. Aktuelle Musik, Festival-Highlights, Schätze aus den Rundfunkarchiven, Stories von gestern bis morgen.

 

ARTE

 

Suchfunktion „Jazz“ in der ARTE Mediathek: Link: https://www.arte.tv/de/search/?q=Jazz&genre=all

ARTE Concert: https://www.arte.tv/de/p/jazz

Qwest TV

 

Quincy Jones‘ Video Network „From Bebop to Hip Hop“. Mit einer großen Auswahl erstklassiger Dokumentationen, Konzerte, Archiv-Schätze und Interviews, kuratiert von Quincy Jones, weiteren Musiklegenden und einem Expertenteam.

Unser JAZZTHETIK-Tipp: Celebrating John Coltrane at 100 – John Coltrane, One Hundred Years On and Not a Wrinkle

Er wird am 23. September 1926 in Hamlet, North Carolina, geboren; wenige Wochen später zieht die Familie nach High Point, in das Haus, das sein Großvater mütterlicherseits, Reverend William Wilson Blair, erbaut hatte. Es ist ein Zuhause, das den Boden für die kommende Musik bereitet: Der Vater, ein Schneider, spielt auf Geige und Ukulele, die Mutter singt und spielt das Klavier in der Kirche. Ende der 1930er-Jahre werfen ihn die Tode seines Vaters sowie seiner Großeltern und eines Onkels aus der Bahn; er findet Halt in einem kurz zuvor erworbenen Altsaxofon. 1943 geht Coltrane nach Philadelphia, studiert an der Ornstein School of Music sowie an den Granoff Studios, spielt bis 1946 in einer Navy-Band und wechselt 1947 zum Tenorsaxofon. Seine eigentliche Schule ist die Bühne: Eddie „Cleanhead“ Vinson, Dizzy Gillespie, Johnny Hodges. 1955 holt ihn Miles Davis in sein erstes großes Quintett. 1957 verliert er diesen Platz aufgrund seiner Heroinsucht. Er besiegt die Abhängigkeit, datiert sein spirituelles Erwachen auf dieses Jahr (was er später auf der Rückseite von *A Love Supreme* schriftlich festhalten wird) und verbringt den Sommer im „Five Spot“ in Thelonious Monks Band, wo er sein harmonisches Verständnis schärft.

Am 15. September 1957 nimmt er in Rudy Van Gelders Studio in Hackensack *Blue Train* auf – seine einzige Session als Bandleader für das Label Blue Note –, unterstützt von erstklassigen Musikern: Lee Morgan, Curtis Fuller, Kenny Drew, Paul Chambers und Philly Joe Jones. Als er 1960 danach gefragt wird, bezeichnet er dieses Album als seine eigene Lieblingsplatte. Dann folgt das Atlantic-Intermezzo: drei Jahre, drei Höhepunkte. *Giant Steps* (aufgenommen im Mai und Dezember 1959, veröffentlicht im Januar 1960) etabliert die berühmten „Coltrane Changes“, die seither für jeden Jazz-Saxophonisten zum Pflichtprogramm gehören. Im Oktober 1960 verwandelt er ein Liedchen von Rodgers und Hammerstein in einen modalen Trance-Zustand: *My Favorite Things* erscheint im März 1961 – es ist die erste Platte, auf der er zum Sopransaxophon greift, und die gekürzte Fassung entwickelt sich zu einem echten Radiohit. Am 25. Mai 1961 erscheint *Olé Coltrane*, das letzte unter seiner eigenen Regie entstandene Atlantic-Album; mit dabei sind Freddie Hubbard und Eric Dolphy, und das Bordun-artige Dröhnen der beiden Bässe bildet eine Antwort auf Miles Davis’ *Sketches of Spain*. Ende 1961 erfolgt der Wechsel zu Impulse! Das definitive Quartett formiert sich: McCoy Tyner, Jimmy Garrison, Elvin Jones. Drei Alben zeugen von dessen Bandbreite: *Ballads* (veröffentlicht im Januar 1963), bei dem jeder Standard in einem einzigen Take und kaum geprobt eingespielt wurde und der Tenorsaxophon-Klang eine bis dahin ungekannte Sanftheit erreicht; *Crescent* (1964), das introvertierteste und feierlichste Werk; und schließlich *A Love Supreme*, aufgenommen an einem einzigen Tag, dem 9. Dezember 1964: vier Sätze, ein langes, auf dem Plattencover abgedrucktes Gedicht, ein Gebet in vier Tönen. Das Album markiert einen echten Wendepunkt in der Jazzgeschichte und zählt bis heute zu den unverzichtbaren Platten jeder Sammlung. Danach beschleunigt sich alles. *Ascension* (1965) sprengt das herkömmliche Akkordschema; *Meditations* (1965) bringt das Quartett ein letztes Mal zusammen, erweitert um Pharoah Sanders und einen zweiten Schlagzeuger, Rashied Ali. Anfang 1966 steigen Tyner und Jones aus; Alice Coltrane übernimmt das Klavier. Manche Hörer wenden sich ab. Er selbst geht unbeirrt weiter seinen Weg. Am 17. Juli 1967 stirbt er im Alter von vierzig Jahren in Huntington, Long Island, an Leberkrebs. Was darauf folgte, ging in die Legende ein: Eine afrikanisch-orthodoxe Kirche in San Francisco erhob ihn in den Heiligenstand, und 2007 verlieh ihm das Pulitzer-Komitee posthum eine besondere Auszeichnung für seine „meisterhafte Improvisation, sein herausragendes musikalisches Können und seine ikonische Bedeutung für die Geschichte des Jazz“. Auch hundert Jahre später werden seine Aufnahmen – vom Konservatorium bis zu den Clubs in Tokio – mit derselben Akribie studiert wie eine Partitur, und Coltrane berührt nach wie vor Zuhörer auf der ganzen Welt mit ungebrochener Intensität.

Diverse Laufende Bilder-Beiträge auf Qwest TV hier: https://videos.qwest.tv/smartlists/celebrating-john-coltrane-at-100

Wenn Sie mehr über John Coltrane, seine Musik und sein Leben erfahren möchten, lesen Sie hier den Sonderbeitrag von Franck Medioni: https://www.qwest.tv/posts/john-coltrane-giant-steps-forward

https://www.qwest.tv/

WDR Jazzline

 

Im Mittelpunkt stehen Konzertaufzeichnungen, die immer wieder auch ergänzt werden durch Dokumentationen oder Künstlerporträts. Aufgezeichnet werden die Konzerte bei den etablierten Festivals in NRW. Link:

www.ardmediathek.de/sendung/jazzline/Y3JpZDovL3dkci5kZS9XRVNUQVJUIEphenpsaW5l

Mehr Informationen lagen uns bei Redaktionsschluss nicht vor.