Im Mutterland des Jazz brennt es. Selbst konservative Ex-Präsidenten, Fußballspieler*innen und der Papst bekennen Unmut und Sorge gegenüber einer neuen Welle von Polizeigewalt und Rassismus.

Vieles an diesem Heft, liebe Leserin, lieber Leser, scheint wie gewohnt. Wir schreiben, reden, streiten und recherchieren weiter und klopfen den bunten Markt der Neuerscheinungen auf Qualität ab. Eines jedoch fällt schmal aus wie nie zuvor: unser „Live-Teil“

Welche Musik, wenn überhaupt, hören eigentlich diejenigen, deretwegen wir uns zurzeit so große Sorgen machen, die Krakeeler, die den Populisten auf den Leim gehen?

Geben Rückblicke Antworten auf aktuelle Fragen? Auch Ihr bevorzugtes Jazz-Magazin mag das nicht entscheiden. Was feststeht: In diesen Zeiten ist es besser, besonnen auf Vergangenes zurückzublicken und etwas innezuhalten

Brauchen wir den öffentlich-rechtlichen Rundfunk noch?

er Trend geht zum Opfer. Junge, hormongeplagte Männer zum Beispiel, befand der President of the United States (PotUS) jüngst, werden Opfer nachtragender, humorloser Frauen, die sie der Übergriffigkeit und schlimmerer Dinge bezichtigen.

Der Jazz Pott ist kein Jackpot. Wer den Essener Jazz Pott kriegt, hat zwar nicht ausgesorgt, aber Ruhm und Ehre eingeheimst. Das wurde in diesem Jahr dem Klarinettisten, Improvisator und Komponisten Theo Jörgensmann zuteil, der den Kohlenpott auf die internationale Landkarte des Jazz befördert hat.