Eigentlich ist es doch allen klar. Also jetzt mal abgesehen von den unverbesserlichen Schwerstarbeitern, die ihre Tage und Nächte in Kommentarspalten und Internetforen verbringen, dort versuchen, mit schierer Beitragsmasse Mehrheitsmeinungen zu simulieren, und ihre Expertise an der Youtube-Universität erworben haben.

Mehr denn je leben viele, die Kultur schaffen, in prekären Verhältnissen. Dennoch spielte die Kultur im Bundestagswahlkampf eine untergeordnete Rolle. Fleißig wurde vor der Wahl, zu Pandemie-Zeiten, der Wert der Kultur beschworen.

Die Buchstaben des griechischen Alphabets könnten auf die Dauer nicht ausreichen für all die Mutationen und Varianten, die das notorische Virus bildet.

„Nichts ist in Ordnung – soloselbstständige Kunstschaffende warten noch immer auf wirksame Bundeshilfen!“

Was für ein Jahr!
Zurückgeworfen auf unsere Einsam-, Zweisam- oder Mehrsamkeit, je nachdem, und selbst das Büro bleibt zu Hause.

Ein Teil der Musik, die in den vergangenen sechs Monaten entstanden ist, trägt Nachdenklichkeit in sich, wenn nicht eine gewisse Tristesse. Auf der Strecke bleibt eine wichtige Zutat improvisierter Kunst