Sie führt ein Nischendasein innerhalb einer Nische, die elektroakustische Szene Berlins, wo der Geist der europäischen Musikavantgarde am Limit des Hör- und Machbaren seit mehr als 20 Jahren fröhlich vor sich hinspukt.

Groß, größer, Jazzopen – mit einer Jubiläumsausgabe feierte das Stuttgarter Sommerfestival sein 25-jähriges Bestehen.

Da fährt man die ganze Nacht mit einer Fähre vom finnischen Turku bis zur schwedischen Hauptstadt und geht in Stockholm nicht einmal von Bord. Denn das Schiff legt morgens gegen 7 Uhr in Schweden an und läuft kurz darauf schon wieder aus. Das Ziel der meisten Gäste ist aber auch kein geografisches, es ist die Musik.

Wie lässt sich ein junges Publikum für den Jazz gewinnen und damit die Zukunft eines Festivals langfristig sichern? Diese Frage treibt Mario Steidl seit einiger Zeit um.

Von „Take Five“ zu „Satisfaction“, von „Volare“ über „Lady Madonna“ zu Puccinis „Nessun Dorma“ – wie Pianist Stefano Bollani in seinem Solokonzert zehn spontane Publikumswünsche in einem ausgedehnten Medley miteinander verwob, sich von Thema zu Thema hangelte, vorwegnahm und zurückgriff, war ebenso abenteuerlich wie begeisternd.

Das in Osnabrück ansässige VW-Werk wurde zum Schauplatz für ein Konzert der Morgenland All Star Band. Die Gäste in der Werkshalle erlebten eine Band, die ungeheure Spiellust und Experimentierfreude an den Tag legt, sich aber stetig von der Session-Formation zum festen Ensemble entwickelt, ohne die Freude am Spiel zu verlieren

Der Sommer war groß, aber glücklicherweise waren auch die warmen Wochen nicht in der Lage, den Jazz in Köln ganz trockenfallen zu lassen. Im Stadtgarten zum Beispiel war der mithilfe von Licht begrünte Konzertsaal während der drei Abende des Summer Jazz ausverkauft.

Da hat Philippe Ochem schon recht, gerade in diesen Zeiten, wenn er unterstreicht, dass man den kulturellen Austausch in Europa forcieren müsse, statt nur davon zu sprechen. Das tat er bei seiner Berliner Ausgabe von Jazzdor jetzt schon im zwölften Jahr.

Jedes Jahr im Juni breitet sich der Jazz für ein Wochenende im beschaulichen Bingen aus. Seit 2016 sorgt Christiane Böhnke-Geisse, ehemals Programmchefin der Münchener Unterfahrt , als künstlerische Leiterin des Festivals dafür, dass Bingen nicht nur traditionell swingt (und soulpopt), sondern auch einige Bands mit avancierteren Konzepten präsentiert.

Straubing ist eine kleine Stadt in Niederbayern an der Donau, einer dieser Orte, in denen man gerne hängenbleibt. Im Sommer ist meist schönes Wetter und irgendwo immer etwas los.

Ob Jazzstück oder Krimi – Festivalleiter Jan Lundgren und Camilla Ahlgren, Co-Autorin der TV-Serie Die Brücke und Mit-Erfinderin von Kommissarin Saga Norén, sind sich einig