Dem deutschen Volke“ prangt auf der Frontseite des deutschen Reichstags – die opulente Inschrift mit ihren sechzig Zentimeter großen Buchstaben und einer Breite von sechzehn Metern soll die Volkssouveränität würdigen und wurde deshalb von Kaiser Wilhelm II., in dessen Regentschaft sie 1916 angebracht wurde, abgelehnt. Das Berliner Quartett Diplomat widmet ihr neues Album dagegen Dem deutschen Jazz.

Balladen sind für Franco Ambrosetti etwas Besonderes. Vor allem, wenn Streicher beteiligt sind. „Ich liebe diesen Sound“

War Joseph Haydn je in Afrika? In Konzerten des südafrikanischen Cellisten Abel Selaocoe kann man sich die Frage schon mal stellen, wenn ein Streichquartett des Wiener Klassikers naht- und bruchlos in den Hymnus „Ibuyile iAfrica“ übergeht.

Die Band Jisr des marokkanischen Sängers und Gembri-Spielers Mohcine Ramdan hat sich schon mit vielen musikalischen Traditionen befasst und ist ein Schmelztiegel unterschiedlichster Einflüsse. Auf dem aktuellen Album Heritage befasst sich das Ensemble, nun in Septettstärke, tatsächlich mit marokkanischer Musik.

Die Pandemie der letzten Jahre hat vieles verändert. Verschwörungstheorien haben Hochkonjunktur, und viele Musiker haben unter den Einschränkungen in der Kulturbranche gelitten. Der Saxofonist und Komponist Tobias Hoffmann hat die Krise als Chance genutzt, um das Bigband-Album Conspiracy aufzunehmen.

Verantwortlich für das Nachfolgealbum ist Al Di Meola, der sämtliche Konzerte der damaligen Tour archiviert hat. Allerdings stellt sich die Frage, warum man nicht das komplette Konzert veröffentlicht hat.

Mit S.H.A.M.A.N.E.S. begibt sich die französische Komponistin Anne Paceo, die zunächst als Funksouljazz-Schlagzeugerin von sich reden machte, auf eine mal introspektive, mal extrovertierte, immer aber von höchsten Ansprüchen beseelte Reise durch das innere Selbst

Eigentlich hatte Vadim Neselovskyi auf dieser Tour nur ein neues Werk vorstellen wollen. Sein persönlichstes zwar, denn in einer großen Piano-Suite hatte der aus der Ukraine stammende Komponist eigene Erfahrungen verarbeitet

Alune Wade, Bassist, Autor, Komponist, Interpret mit beeindruckender Stimme, ist ein großes Talent. Nun erscheint mit Sultan das fünfte Soloalbum des aus Senegal stammenden und in Paris lebenden Künstlers, der u.a. mit University of Gnawa, Ismaël Lô, Fatoumata Diawara, Gregory Porter, Deep Forest, Youssou N’Dour, Bobby McFerrin und Naïssam Jalal zusammengearbeitet hat.

Fragt man den französischen Akkordeonisten Vincent Peirani, wie er denn als Kind zu seinem Instrument gekommen sei, dann lacht er herzlich und ruft: „Ich hatte gar keine andere Wahl – eigentlich wollte ich Schlagzeug lernen

In seiner 60-jährigen Karriere hat Han Bennink mit vielen Heavyweights des modernen Jazz gespielt, von Eric Dolphy bis Sonny Rollins.

„Es gibt Dinge, von denen wir, während wir sie tun, gar nichts wussten, und genau das ist der Grund, weshalb wir sie taten.“ Cécile McLorin Salvant überrascht mit ihrem neuen Album nicht nur die Zuhörenden, sondern auch sich selbst.